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Solingen
Stadt plant eigenen Kindergarten für Mitarbeiter

Solingen. Die Kita soll entweder in Ohligs oder in Mitte nahe dem Rathaus gebaut werden und auch anderen Eltern offenstehen. Von Martin Oberpriller

Das Solinger Rathaus will als Arbeitgeber attraktiver werden. Aus diesem Grund haben sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung entschlossen, einen neuen Kindergarten zu errichten, der die eigenen Mitarbeiter dauerhaft an die Stadt binden soll.

Dies bestätigte gestern eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage unserer Redaktion, nachdem Oberbürgermeister Tim Kurzbach schon bei der Personalversammlung im zurückliegenden Herbst den Bau einer entsprechenden Einrichtung angekündigt hatte. Als größter Arbeitgeber Solingens wolle die städtische Verwaltung für die eigenen Bediensteten ein Klima schaffen, dass es erlaube, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, unterstrich die Stadtsprecherin jetzt noch einmal die Bedeutung der Kinderbetreuung für berufstätige Eltern. Zumal sie überdies darauf verwies, dass die Stadt Solingen bereits heute als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert sei.

Zwei Orte stehen nach augenblicklichem Stand der Überlegungen für die Kita zur Auswahl. So könnte die neue Kindertagesstätte entweder in Ohligs oder in Mitte - jeweils in der Nähe der dortigen Verwaltungsstandorte - entstehen. In Mitte wäre dies das Gebäude Rathausplatz 3, wo schon heutige einige städtische Bereiche untergebracht sind.

"Eine Entscheidung, wo die Kita gebaut werden soll, ist allerdings noch nicht getroffen worden", schränkte die Rathaussprecherin ein, die gleichwohl klarstellte, dass der neue Kindergarten keine Einrichtung ausschließlich für die Angestellte und die Beamten der Stadt werde. "Es wird auch Plätze für andere Eltern geben", sagte die Sprecherin.

In der Politik stoßen die Kita-Pläne der Stadt auf eine unterschiedliche Resonanz. So zeigte sich die Bürger Fraktion Solingen (BFS) zuletzt skeptisch, während die SPD die Errichtung einer Kindertagesstätte für Stadtbedienstete begrüßte. Auf diese Weise sei es für die Stadt als Arbeitgeber möglich, auch in Zukunft qualifizierte Arbeitnehmer an sich zu binden, betonte Iris Preuß-Buchholz als SPD-Fraktionsvorsitzende gestern.

Quelle: RP
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