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Solingen
Stadt und Initiative wollen Flüchtlinge in Arbeit bringen

Solingen. Der Plan, zukünftig Flüchtlinge für gemeinnützige Arbeiten einzusetzen, nimmt immer konkretere Formen an. Nachdem die Initiative "Gräfrath hilft" bereits am Wochenende einen diesbezüglichen Vorstoß gestartet hat, treffen sich heute Mitglieder der Initiative mit den zuständigen Beamten der Verwaltung im Rathaus. Von Martin Oberpriller

Das bestätigte gestern eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage unserer Redaktion. Seit kurzem, so die Sprecherin, gebe es ein neues Programm des Bundes, das die Beschäftigung von Flüchtlingen regele. "Auf diese Weise sollen die Menschen die Gelegenheit erhalten, zusätzlich etwas Geld zu verdienen", hieß es aus dem Rathaus.

Dabei geht es laut Stadt aber keineswegs darum, Flüchtlinge zu irgendwelchen Arbeiten zu zwingen. "Die Teilnahme an dem Programm wird auf jeden Fall auf freiwilliger Basis erfolgen", sagte die Rathaus-Sprecherin, die zudem betonte, durch die Beschäftigung der Flüchtlinge würden keine anderen Arbeitsplätze gefährdet.

Tatsächlich hatten sich etliche Flüchtlinge in den zurückliegenden Monaten immer wieder mit dem Anliegen, ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben zu wollen, an die Verantwortlichen von "Gräfrath hilft" gewandt. Gleichwohl gilt es jedoch nun zunächst einmal, die konkreten Bereiche für mögliche Flüchtlings-Jobs zu bestimmen.

Der Initiative "Gräfrath hilft" schwebt vor, die Menschen zum Beispiel beim Aufräumen in öffentlichen Parkanlagen einzusetzen. Und darüber hinaus wurde auch schon der Vorschlag laut, Freiwillige unter den Flüchtlingen im kommenden Winter mit Schneeschippen zu betrauen.

So weit sind die Überlegungen bei der Stadt Solingen indes noch nicht gediehen. "Wir stehen in der Sache erst am Anfang des Prozesses", sagte die Rathaus-Sprecherin. So sei bis auf Weiteres vollkommen offen, welche Größe das Programm am Ende in der Klingenstadt haben werde.

Quelle: RP
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