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Solingen
Stadtbibliothek ist gesichert

Solingen. Eine räumliche Zusammenlegung von Stadtbibliothek und Bürgerbüro ist vom Tisch. "Das haben wir gestoppt", erläuterte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) auf der Sitzung des Kulturausschusses. "Dieser Plan wird nicht weiter verfolgt. Die Sicherstellung der Bibliothek ist garantiert." Allerdings wird es doch Einschnitte geben. Zum 1. Januar 2017 soll ein neues Verbuchungssystem eingeführt werden, was dem Nutzer ermöglichen soll, die Buchausleihe selbst abzuwickeln. Zudem werden zweieinhalb Personalstellen gestrichen. Und zum 1. Januar 2016 werden die Öffnungszeiten von 46 auf 38 Stunden gekürzt. Die Öffnungszeiten wären dann dienstags bis freitags, 11 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 16 Uhr.

Manfred Krause (Grüne) gab zu bedenken, dass man die Stadtbibliothek mit Bedacht als Kultur- und Kommunikationszentrum in den Clemens-Galerien untergebracht hätte. Eine Kürzung der Öffnungszeiten wäre kontraproduktiv. Dem konnte entgegengehalten werden, dass die Besucher selbst "mit den Füßen" abgestimmt hätten: Zwischen 19 und 20 Uhr wird die Bibliothek nur von rund zwei Prozent der Nutzer besucht. Mit 38 Stunden Öffnungszeit, so die Verwaltung, läge die Stadtbibliothek im Landesvergleich noch relativ vorne. In Aachen oder Leverkusen beträgt die Öffnungszeit nur 31 Stunden, in Hamm allerdings 49 Stunden.

Der Ausschussvorsitzende Prof. Dr. Jörg Becker (Die Linke) richtet den Blick in die Zukunft. "Im digitalen Zeitalter wird sich eine Bibliothek verändern müssen. Denn es geht weg vom Buch." Zwei Szenarien hat Becker vor Augen. Zum einen, die Bibliothek als Treffpunkt im Sinne von Sozialarbeit. Zum anderen, eine Hightech-Aufrüstung der Einrichtung.

(crm)
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