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St. Lukas Klinik
Aktionstag gegen die geplante Krankenhausreform

Solingen. Mitarbeiter des Städtischen Klinikums und der Kplus Gruppe in Ohligs, Haan, Hilden und Leverkusen beteiligen sich jetzt in ihrer Mittagspause am bundesweiten Aktionstag gegen die geplante Krankenhausreform. Tiefe finanzielle Einbußen erwarten die Kliniken, die zu Lasten der Patienten und Mitarbeiter gehen werden. Die Reform soll eine gut erreichbare und qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung sichern. "Das Ziel teilen wir, auch wir wollen in unseren Kliniken eine hohe Qualität in Diagnostik, Therapie und Pflege", sagt Johannes Wecker. Der Krankenhaus-Direktor der Ohligser St. Lukas Klinik weiter: "Nur geht die Formel 'mehr Qualität durch weniger Geld und Personal' nicht auf. Deshalb gehen wir auf die Straße."

Der jetzt vorliegende Entwurf des Gesetzes sieht ein Pflegeförderungsprogramm vor, mit dem zusätzliche Stellen für die Pflege finanziert werden sollen. "Dass gleichzeitig der so genannte Versorgungszuschlag gestrichen wird, davon spricht der Minister in der Öffentlichkeit nicht - oder nur ungern", sagt Gregor Hellmons, Geschäftsführer der Kplus Gruppe. Allein für die Krankenhäuser der Kplus Gruppe fehlen damit finanzielle Mittel, mit denen man 22,6 Pflegekräfte bezahlen könnte. "Über das Pflegeförderungsprogramm bekommen wir in der Gruppe maximal vier Kräfte finanziert." Damit fehlen auf den Stationen und in den Funktionsbereichen 18,6 Kräfte. Gregor Hellmons: "Stärkung der Pflege am Krankenbett geht anders."

(red)
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