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Auszeichnung
Bronzemedaille für die "Kloake"-Orchidee

Solingen. Zu einem Wettbewerb der schönsten blühenden Orchideen hatte die Deutsche Orchideen Gesellschaft (DOG) nach Neukirchen-Vlyn eingeladen. Hobbyzüchter und Händler aus ganz Deutschland, Belgien und sogar aus Brasilien haben teilgenommen. Alle widmen sich der Pflege der größten Pflanzenfamilie mit mehr als 28000 Arten.

Jeder Teilnehmer brachte die besten blühenden Orchideen aus der eigenen Sammlung mit. Die Pflanzen wurden von einer 25-köpfigen Jury begutachtet. Dabei wurden die Größe und die Anzahl der Rispen und auch der Blüten sowie der Kulturzustand der Pflanze als Kriterien hinzugezogen. Christoph Feyer, Mitglied im Orchideenteam der Stiftung Botanischer Garten, hatte ein auf Borneo vorkommendes "Bulbophyllum echinolabium" zur Bewertung angemeldet, das sich mit vier Blütenrispen und drei gleichzeitig geöffneten Blüten präsentierte. Die etwa 20 Zentimeter hohen und fünf Zentimer breiten Blüten stellen ihre Pracht lediglich drei bis vier Tage zur Schau. Umso mehr freute sich der Solinger, dass beim Wettbewerb drei Blüten gleichzeitig geöffnet waren. Ein nachteilige Besonderheit: Die Orchidee riecht (leicht) nach Kloake, was die Jury mit Nase rümpfen und dennoch einem breiten Lächeln zur Kenntnis nahm. Trotz der Riechtortour hat die Pflanze eine Bronzemedallie in der Kategorie "botanische Art" erhalten.

(red)
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