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Vereinsleben
Burger Schützen krönen neue Majestäten

Solingen. Die Schützentradition ist fest mit der Geschichte Burgs verbunden. Wie stark dieses Brauchtum auch heute noch ist, zeigen die drei existierenden Schützenvereine in dem Stadtteil: St. Sebastianer, Schießverein und Burger Schützenverein. Der zweitälteste davon, der Burger Schützenverein, feierte jetzt sein 282. Schützenfest.

"Leider nimmt die Beteiligung der heimischen Schützen bei den Festen immer mehr ab. Vor allem die Jugend ist stark unterbesetzt, dabei ist sie das Standbein eines jeden Vereins", erklärt Maurizio Manente, Geschäftsführer sowie Presse- und Informationswart. Nur im Schießsportbereich (Luftgewehr, Luftpistole und Bogen) sind mehr Jugendliche aktiv. Den Weg zum traditionellen Schützenfest in grüner Tracht finden nach Manentes Worten die meisten aber selten. Gleichwohl bleibt die Zahl der Mitglieder im Verein seit Jahren mit über 80 Schützen konstant.

Ein Dorn im Auge ist die aktuelle Verkehrssituation in Unterburg. "Unser Fest wird seit zwei Jahren durch die Baustelle an der Eschbachstraße eingeschränkt", sagt Manente weiter. Die Festumzüge mussten drastisch gekürzt werden, der Samstagsumzug mit anschließendem Zapfenstreich "auf dem Sand" entfällt sogar. Das Problem solle aber mit dem Abschluss der Bauarbeiten am Bachbett gelöst sein. "Ob der Samstagszug dann auch wieder stattfinden wird, ist aus finanzieller Sicht nicht vorhersehbar", ergänzt Manente. Bis dahin findet nur noch der Sonntagsumzug statt. Der Große Zapfenstreich, durchgeführt von dem Musikverein Dohrgaul sowie dem Tambourkorps Wipperfürth, wurde an der Talstation der Seilbahn veranstaltet. Die Proklamation der neuen Majestäten erfolgte direkt darauf durch den Vizechef, während in Oberburg Böllerschüsse abgegeben wurden.

Zum zweiten Mal in seiner Zeit beim Burger Schützenverein übernimmt Günter Kittkowske (erstmals 1966) die Königswürde, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Christel Mannl. Prinzessin wurde die 13-jährige Sahra Wörder.

Franz Breckerfeld, Chef und Vorsitzender, krönte die drei wenig später in der Festhalle. Im Anschluss übernahm Martina Bisterfeld, Vizepräsidentin des Bergischen Schützenbundes, das Mikrofon und ehrte Maurizio Manente für seine Verdienste im Verein. Dieser zieht nach den Festivitäten Bilanz: "Im Allgemeinen bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festes. Das meiste hat reibungslos geklappt." Über ein paar neue Mitglieder würde er sich aber dennoch freuen. Zudem schließt er sich der Meinung von Franz Breckerfeld an, dass Geselligkeit und Brüderlichkeit noch immer im Fokus des Vereinslebens stehen.

www.burger-schuetzenverein.de

Quelle: RP
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