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Gastroszene
"DesTill'e" zieht in die Christiansvillen

Solingen. Till Droß sprüht förmlich vor Begeisterung, als er durch die Backsteingewölbe unter den Christiansvillen führt. "Ich freue mich wahnsinnig darauf, dass es bald losgeht", strahlt der 37-jährige mit Blick auf seine neue gastronomische Heimat mit dem Namen "DesTill'e". Am 3. Januar 2017 ist Eröffnung.

Till Droß ist in Solingen kein Unbekannter: Zwölf Jahre lang war er Pächter des Al B'Andy in Wald, bis er dort im August ausstieg, "ohne PlanB", wie er sagt. Nach zehn Tagen Bedenkzeit war für ihn aber klar: "Es geht weiter in diese Richtung": Für seine Gastronomie hatte der studierte Jurist klare Vorstellungen. "Ich wollte etwas haben, das anders ist, mit einer großen Theke und Biergarten." All das fand er in den Christiansvillen an der Konrad-Adenauer-Straße gegenüber dem Theater.

Droß bringt für das Lokal mit den 80 Sitzplätzen und dem Barbereich mit Theke ein neues Konzept mit: "Es soll locker werden: Ein Ort, wo man lecker etwas essen kann, ungezwungen und einfach", erklärt er. Damit geht er auf Distanz zum schicken, gediegenen Image, das dem Lokal zuletzt anhing. "Verweilen bei Freunden" ist das selbstgewählte Motto. Die Speisekarte bietet neben "Gerichten zum Bier", wie Baguettes, Wraps oder Burgern "bodenständige Gerichte, teils kreativ, teils klassisch umgesetzt". Saisonale Tagesgerichte wie Grünkohl, Wirsing, Dicke Bohnen oder auch ein Curry runden das kulinarische Angebot ab. "Einfach und lecker", fasst Droß zusammen und betont: "Hier wird alles frisch gekocht, ohne Fertigprodukte und Geschmacksverstärker." Auf der Getränkekarte findet sich übrigens - der Name "DesTill'e" legt es nahe - eine größere Auswahl an Spirituosen. Vor allem bei Obstbränden und Scotch Whiskys hat er einiges zu bieten.

Der Gastronom hat klare Ideen, um seine neue Heimat mit Leben zu füllen: Am Wochenende könnte abends ein DJ auflegen, dann würde es ab 23 Uhr etwas lauter. Für März ist eine Party mit dem Namen "Kölsch hoch drei - singen, trinken, feiern" geplant. Und im Herbst soll es ein Oktoberfest geben, am liebsten im Außenbereich. Auch Fußballübertragungen wird es geben, allerdings nur die frei empfangbaren Spiele.

Baulich ändert sich auch etwas: Der Haupteingang wandert von der rechten auf linke Seite des Gebäudekomplexes und liegt dann direkt an der neuen Fußgängerampel. Eine Beschilderung soll dafür sorgen, dass das Lokal von der Straße gut zu sehen ist. Im Inneren setzt Droß auf eine "wärmere Beleuchtung", im Barbereich sind die Bildschirme und das Milchglas an der Wand verschwunden. Zwei Jahre hatte der urige Gewölbekeller leer gestanden. "Es wäre schön, wenn hier mehr entstehen würde", setzt Besitzer Thomas Herriger von der Firma Präsenta Hoffnung in seinen neuen Mieter.

Till Droß rührt schon vor dem Start kräftig die Werbetrommel: Schon jetzt folgen der DesTill'e mehr als 500 Personen bei Facebook, und auch die Homepage www.destille-solingen.de ist bereits online. BENJAMIN DRESEN

Quelle: RP
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