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Szene
Die Libar - der neue Sportfan-Treffpunkt

Solingen. Auch wer die Gaststätte im Gründerzeit-Eckhaus an der Burgstraße zum ersten Mal betritt, entdeckt auf Anhieb viele vertraute Gesichter: Denn von den Wänden blickt reichlich Sport-Prominenz auf die Besucher herab - darunter die Streithähne Rudi Völler und Frank Rijkaard, deren Anblick in jedem Fußball-Fan Erinnerungen weckt, Tennislegende John McEnroe oder Basketballstar Dirk Nowitzki.

Sport steht im Mittelpunkt der "Libar". Das spürt der Gast in jedem Winkel des Lokals. "Wir wollen unseren Gästen möglichst jede Sportart bieten, die sie interessiert", betont Geschäftsführer Daniel Krumm. Auf fünf Flachbildschirmen und im Bedarfsfall auf einer großen Leinwand gibt es für die Besucher neben jeder Menge Live-Fußball unter anderem auch die Höhepunkte der US-amerikanischen Profiligen zu sehen - von American Football bis Basketball.

Die Gaststätten-Betreiber sind indes in einer anderen Sportart aktiv: "Die ursprüngliche Idee war, eine Handball-Mannschaft mit alten Freunden zu gründen und ein Vereinslokal als Treffpunkt zu mieten", berichtet Daniel Krumm. Daraus sei eben schließlich eine Sportbar für Jedermann geworden. Die sportliche Heimat des 33-Jährigen sind die "Feldjäger Solingen", die als offiziell zweite Mannschaft des HSV Gräfrath in der abgelaufenen Saison den Spielbetrieb in der zweiten Kreisklasse aufnahmen - und gleich den Aufstieg schafften.

Dazu gehören auch die beiden Inhaber der "Libar": Liborio Manciavillano und Bartolomeo Galante hatten den Stein ins Rollen gebracht, Krumm als Geschäftsführer eingesetzt - und für ihr Vorhaben an der Ecke Burgstraße / Blumenstraße eine Immobilie gefunden, die über eine große gastronomische Tradition verfügt: Das Haus, das der Familie Dornseifer gehört, beherbergte einst die "Altdeutsche Bierstube" und später das Vereinslokal der Britannia-Fußballer, ehe es nur noch als Partyraum an geschlossene Gesellschaften vermietet wurde.

Seit ihrer Eröffnung am 24. März ist die "Libar" an diesem Ort Anlaufpunkt für Sportler und Sportbegeisterte aus der Umgebung. Schon jetzt haben sich einige Solinger Vereine mit Trikots und Fotos im Innenraum verewigt. "Das Konzept gefällt mir sehr gut", lobt Unternehmer Falk Dornseifer die neuen Betreiber, mit denen er über einen Bekannten in Kontakt kam. Auch eine Erweiterung, gerade im Hinblick auf einen Essensbereich, komme für die Zukunft in Betracht. Vieles im Gastraum erinnert noch heute an frühere Jahre - zum Beispiel die hölzerne Theke, die Sitzecken oder die großen, getönten Fenster.

Binnen weniger Wochen richteten die drei Freunde mit Unterstützung ihrer Familien die Gaststätte her - und statteten sie, wie es sich für eine Sportbar gehört, mit Kicker und Dartscheiben aus: Letztere standen am Freitag erstmals im Fokus bei einem Turnier, zudem haben Hobby-Darter Interesse gezeigt, mit einer eigenen Mannschaft in der "Libar" an den Start zu gehen. Aber auch für Playstation-Turniere zeigen sich die Neu-Gastronomen aufgeschlossen. Die ersten Wochen seien gut angelaufen, freut sich Daniel Krumm. Rund 100 Gäste seien zur Eröffnungsfeier gekommen. Und der urtümliche Kneipencharakter habe gleich Wirkung gezeigt, berichtet er: Denn an den gemütlichen Tischen - unterhalb der vertrauten Fotos berühmter Sportler - hätten einige Gäste inzwischen bereits ganz reale Bekanntschaften geschlossen. ALEXANDER RIEDEL

Öffnungszeiten Die Libar an der Burgstraße 87 hat von dienstags bis donnerstags jeweils von 17 bis 24 Uhr, freitags von 17 bis 2 Uhr, samstags von 12 bis 2 Uhr und an Sonntagen von 12 bis 24 Uhr geöffnet.

Quelle: RP
 
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