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Stiftung Wolfgang Wüsthof
Gemeinsam Fledertiere schützen

Solingen. Es geht um den aktiven Einsatz für die Natur: Der Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen e.V. (AKFSG ) untersuchte in den Jahren 2013 bis 2015 im Bereich Burg - unter anderem im Zusammenhang mit einer Aufbruchserie von fledertiergerecht verschlossen Winterquartieren - die Möglichkeiten, das bestehende Quartiernetz für die vom Aussterben bedrohten Fledertierarten optimal zu ergänzen.

Fledertiere, umgangssprachlich Fledermäuse genannt, benötigen im Winter für ihr Überleben absolut ruhige Orte, an denen sie ungestört ihren Energiebedarf herunterfahren können. Denn die Tiere senken ihre Temperatur ab, atmen weniger und können so kopfüber die Zeit abwarten, bis sie in der Nacht wieder auf Insektenjagd gehen und ihren Hunger stillen können, teilt Arbeitskreis-Vorsitzender Helmut Pötzsch mit.

Untersuchungen der Naturschützer erfolgten. Diese ergaben einen geeigneten Standort für einen künstlich anzulegenden Stollen, der das Netz von Quartieren optimal ergänzt. Das Fledertierstollenprojekt wurde im Landschaftsbeirat vorgestellt und zustimmend begrüßt.

Durch eine Spende der Wolfgang Wüsthof Stiftung in Höhe von 12.000 Euro und mit Unterstützung der Stadtwerke Solingen sowie deren Mitarbeitern der Bauabteilung ist die Errichtung eines Fledertierstollens in einem geeigneten Areal des Untersuchungsgebietes schließlich realisiert worden. Ebenso wurde mit einer Unterstützung der Stiftung Wolfgang Wüsthof in Höhe von über 2000 Euro und des Landes NRW eine Dauermessstelle finanziert.

Dabei handelt es sich um einen Ultraschalldetektor, der die Fledertieraktivitäten im Umfeld des Stollens erfasst. In diesen Tagen trafen sich die Beteiligten, darunter auch Vertreter der Unteren Landschaftsbehörde und der Stadt Solingen, um den Stollen und die Dauermessstelle seiner Bestimmung zu übergeben.

(tws)
 
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