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Wettbewerb
Gesamtschüler sagen dem Rauchen mit eigenem Song den Kampf an

Solingen. Klassenlehrer Erkan Yildiz kann sich nur schwer zurückhalten, rhythmisch im Takt mit zu wippen, während seine Schüler eine Tanzeinlage zu ihrem selbst umgeschriebenen Song darbieten.

Seit vielen Jahren veranstaltet das Institut für Therapieforschung einen Nichtraucher-Wettbewerb für die sechsten bis achten Klassen. Unter dem Motto "Be smart - don't start" versuchen die Schüler gemeinschaftlich ein halbes Jahr lang, nicht zu rauchen. Die Klassen, die es erfolgreich schaffen, nehmen an einer Verlosung teil und können ein hohes Preisgeld gewinnen. Zudem können Kreativbeiträge wie Songs, Filme, Plakate oder Theaterstücke eingereicht werden, welche dann von anliegenden Sponsoren gesondert ausgezeichnet werden.

Der Klasse 7a der Geschwister-Scholl-Schule wurde jetzt in dieser Kategorie ein Scheck über 500 Euro überreicht. Sponsor ist die Stadtsparkasse Solingen, begleitet wird das Projekt von Kirsten Gidde, Mitarbeiterin der AOK. Die Krankenkasse übernimmt innerhalb von Wuppertal, Remscheid und Solingen die Betreuung der Schulen, stellt Informationsmaterial bereit und unterstützt die Schüler bei der Aktion. "Dieser Wettbewerb soll präventiv vom Rauchen abhalten und die Jugendlichen zusammenschweißen", sagt Kirsten Gidde. "Es hat einfach Spaß gemacht, mit den anderen den Song auszuarbeiten und die Choreographie zu erstellen", bestätigt eine Schülerin die These.

Und die Arbeit hat sich gelohnt. Aus dem Song "Astronaut" von Sido und Andreas Bourani haben die Mädchen und Jungen ein ausdrucksstarkes Lied gegen das Rauchen gemacht - mit einer ebenso kreativen und gefühlvollen Tanzeinlage. Auch Klassenlehrer Erkan Yildiz sowie die Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade bestätigen, wie stolz sie auf das Endprodukt ihrer Schützlinge sind.

Im Gespräch mit den Schülern stellt sich heraus: Viele haben schon passiv mit dem Rauchen Erfahrung gemacht. Ein Junge erzählt von einem 13 Jahre alten Freund, der bereits rauche. Zudem habe schon ein Gleichaltriger E-Shishas auf dem Schulhof verkauft, was die Schulleitung aber frühest möglich unterbunden haben soll.

"Meine Mutter raucht. Aber sie findet es gut, dass ich an diesem Projekt mitgearbeitet habe", sagt eine Schülerin. "Es fallen dann häufig Sätze wie ,'werd nicht wie ich'", fügt sie hinzu. Letztendlich sind die Jugendlichen von der Wirksamkeit solcher Präventiv-Projekte überzeugt und froh, dass sie an solchen teilnehmen können.

DANIEL SCHLEMPER

Quelle: RP
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