| 00.00 Uhr

Vereinsleben
Grundschüler helfen im Gustav-Coppel-Park

Solingen. In einem Park gibt es immer viel zu tun. Derzeit macht dem Verein "Lebenswertes Solingen", der sich für den Erhalt des Gustav-Coppel-Parks engagiert, vor allem das feuchte Wetter zu schaffen. "Da wächst jede Menge Unkraut", sagt die stellvertretende Vorsitzende Uschi Lauterjung.

Das Heidebeet soll erweitert werden, Pflanzen umgesetzt und Azaleen neu gepflanzt. "Aber es gibt auch ganz banale Tätigkeiten, wie die Fugen der Treppen zu reinigen", erklärt Lauterjung. Nun hat der Verein mit der Grundschule Katternberger Straße tatkräftige Unterstützung bekommen. "Wir haben einen Kooperationsvertrag ausgehandelt", so Uschi Lauterjung. Darin wurde vereinbart, dass die Schule mit jeder Klasse mindestens einen Tag pro Schuljahr im Gustav-Coppel-Park mithilft. "Dazu sind wir noch mit zahlreichen Projekten eingebunden", verrät Schulleiterin Katharina Löwe-Hoffmann. So hat eine vierte Klasse zehn Igelhäuser aus Holz gebaut, die noch diese Woche am kleinen Teich aufgestellt werden sollen.

Der Platz muss natürlich auch dafür vorbereitet werden. "Wir werden noch Beeren-Büsche pflanzen", sagt Uschi Lauterjung. Dann haben die Igel ein Versteck, und die Kinder können später die Beeren auch ernten. Sinn und Zweck ist es, die Kinder mit der Natur in Berührung zu bringen. "Sie sollen mal Gras in den Händen haben, die Jahreszeiten erleben und wie sich alles verändert", erklärt Katharina Löwe-Hoffmann. Eine dritte Klasse mit Klassenlehrerin Isabel Drewes und Referendarin Anna-Lina Berg macht den Anfang. "Die Kinder haben wenig Erfahrung im Bereich Natur", weiß die Klassenlehrerin. "Aber gerade die Natur ist ja sehr faszinierend."

Schon der Gang über die Trasse und durch den Park war ein Erlebnis für die 18 Mädchen und Jungen. "Wir haben die Bänke entdeckt", freut sich denn auch Tinko über die von der Grundschule Katternberger Straße bemalten Bänke, die den Gustav-Coppel-Park verschönern. Überhaupt gefällt ihr der Park. "Der Park hat viel Gras und Grün und ist nicht so dreckig", plaudert sie munter drauflos. Ihr Vater habe auch einen Garten. "Da wachsen sogar Erdbeeren." Auch Cem findet das Projekt "cool". Dabei hat er schon Erfahrung mit Gartenarbeit. "Meine Oma hat einen Balkon und einen Garten", erzählt er. "Da wachsen ganz viele Blumen." Mit Hacken, Rechen und anderem Werkzeug ausgerüstet machen sich die Schülergruppen an die Arbeit.

Unterstützt werden sie dabei von jungen Männern vom Haus der Jugend. Vielleicht werden bald auch von den Kindern angeregte Themenbeete im Coppel-Park entstehen. Uschi Lauterjung könnte sich das längerfristig sehr gut vorstellen. "So bekommen die Kinder ein Ziel und eine Verantwortung", weiß die Schulleiterin. Und Freude bei der Arbeit in der Natur kommt auch noch dazu.

SANDRA GRÜNWALD

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Vereinsleben: Grundschüler helfen im Gustav-Coppel-Park


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.