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Menschen Mit Behinderung
Inklusive Reise nach Berlin: "Man muss einander helfen"

Solingen. Im Vergleich zu Solingen sei Berlin sehr barrierefreundlich, sagt Monika Wolter von der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung (KoKoBe). Und das weiß sie so genau, da sie mit ihrer Gehbehinderung selbst zeitweise auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Ein ausgewiesen barrierefreier Reisebus - "mit Rollstuhlrampe", betont die Heilpädagogin Wolter - startete gestern eine viertägige Reise in die Hauptstadt. Die Besonderheit: Insgesamt 30 Solinger zwischen 20 und 85 Jahren mit und ohne Behinderung treten die Reise gemeinsam an. "Jeder wusste, was ihn erwartet", sagt Organisatorin Monika Wolter. "Und alle haben gesagt: Wir freuen uns drauf".

Die Reise wurde von der Initiative "Inklusion Solingen" angestoßen, die sich die Integration von behinderten Menschen in allen Lebensbereichen zur Aufgabe gemacht hat. "Etwa die Hälfte der Reisegruppe hat eine körperliche oder geistige Behinderung", erzählt Monika Wolter. Was es aber bedeutet als inklusive Reisegruppe unterwegs zu sein, zeigt die geplante Spreetour: Bei einer solchen Reise müsse alles ganz "akribisch" geplant werden, sagt Monika Wolter. Doch das Schiff der Gruppe wird nun trotz Planung nicht für Rollstuhlfahrer geeignet sein können.

"Da muss man sich eben gegenseitig helfen", sagt Heilpädagogin Wolter. Schon voriges Jahr wurde eine Reise für Menschen mit Behinderung organisiert. Doch bei der Tour nach Brüssel waren noch keine Solinger ohne Behinderung dabei. In Berlin erwarte die Truppe nun ein Programm das ebenso bunt ist wie die Gesellschaft selbst. Dabei gilt: "Alles kann, nichts muss", betont Monika Wolter. Jeder könne sich jederzeit ausklinken.

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