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Hilfsaktion Der Schule Meigen
Kalender mit 24 guten Taten der Grundschulkinder

Solingen. In der Grundschule Meigen sind 350 Kinder und ihre Lehrer täglich gespannt, was sich hinter dem nächsten Türchen ihres "24-gute-Taten-Kalenders" verbirgt. Angeregt durch die Initiative einer Lehrerin lesen die Schüler in 12 von 14 Klassen im "anderen" Adventskalender des Solingers Sebastian Wehkamp und seines Teams nach, für welches Hilfsprojekt sie diesmal einen kleinen Beitrag leisten. In einem Brief wurde die Projektidee vorab den Kindern und Eltern erläutert und um Unterstützung gebeten. Denn das Geld für den Kauf eines klasseneigenen Kalenders sollte idealerweise von den Kindern selbst kommen, als Spende vom eigenen Taschengeld. Ein Euro pro Kind ermöglichte so bei Klassengrößen von 26 bis 30 Schülern einen Kalender, teilt stellvertretende Schulleiterin Stefanie Brüne-Francke mit.

Und bei Klassen, in denen das Taschengeld knapp war, half die Solidarität der anderen, denn manche Kinder fanden die Idee des Helfens so toll, dass sie auch mehr aus ihrem Sparschwein nahmen - natürlich in Absprache mit den Eltern. 290 Euro kamen so zusammen, berichtet Stefanie Brüne-Francke. Täglich öffnet ein anderes Kind eines der roten, gelben, grünen oder blauen Türchen. Je nach Farbe unterstützen die Schüler mit ihrer Spende weltweit eine "gute Tat" im Bereich Gesundheit, Bildung, Ernährung oder Ökologie.

Zu den Kurzinformationen wie "Drei Monate Solarlicht für eine Familie in Pakistan", "Vier Tabletten für ein Kind mit Behinderung in Nicaragua" oder "Ein Baum wird zum Schutz der Koalas in Australien gepflanzt" gibt es Hintergrundinformationen und natürlich das Gespräch in den Klassen. Die Kinder der Klasse 4e der Grundschule Meigen zeigen sich von dem Kalender besonders beeindruckt. Sie haben vorher im Klassenrat über die Anschaffung diskutiert und einheitlich dafür abgestimmt. Täglich lauschen nun die sechs bis zehnjährigen Grundschüler der jahrgangsgemischten Montessori-Klasse den Informationen über "ihr" Hilfsprojekt. Sie nehmen sich Zeit für den Austausch über die Not anderer, fragen nach, klären Unbekanntes, vergleichen das Gehörte mit ihrem Leben und drücken ihre Betroffenheit aus. Und immer suchen sie abschließend auf dem Globus, wo sich das Land befindet, in dem sie ein Kind, eine Familie oder ein bedrohtes Tier unterstützen.

Klassenlehrerin Hannah Klein ist beeindruckt von den Kindern. Und davon, wie stolz sie sind, mit ihrem Geld helfen zu können.

Quelle: RP
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