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Musikalisch
Kasalla brennt kölsches Feuerwerk ab

Musikalisch: Kasalla brennt kölsches Feuerwerk ab
In der ausverkauften Cobra gaben Kasalla ein mitreißendes Konzert. Sebastian Wagner (r.), Bastian Campmann und Co. trafen auf eine eingeschworene Fangemeinde. FOTO: Radtke
Solingen. "Zugabe"-Rufe werden bei Konzerten von Kasalla auch nur im Ansatz im Keim erstickt. Wenn die Fangemeinde die kölsche Rockband zum musikalischen Nachschlag noch einmal auf die Bühne holen will, dann stimmt sie den Song an, den Bastian Kampmann und Co. traditionell auslassen, um den Abend mit einem Feuerwerk ausklingen zu lassen. "Schalalalala, schalalala, schalalala - us dä Stadt met K": Dem Gesang des 500-köpfigen Kasalla-Chores in der ausverkauften Cobra hatte der Frontmann nur die Ankündigung hinzuzufügen: "Das nächste Lied handelt von einem Buchstaben".

In der Domstadt spielt Kasalla auch schon mal an zwei Tagen vor zusammen 26.000 Zuschauern - die Karten für die beiden Konzerte anlässlich des fünfjährigen Bandbestehens in der Kölner Lanxess-Arena im September vorigen Jahres waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Im Vergleich dazu hat ein Abend in der Merscheider Cobra familiären Charakter - Kasalla hautnah. Hier sitzen die jüngsten Fans auf dem Bühnenrand und singen die Songs während des zweistündigen Programms, "das wir für Euch zusammengeklöppelt haben" (Campmann) genauso textsicher mit wie die Großen - vom Eröffnungssong "Alle Jläser huh" bis hin zu "Mer sin eins".

In zwei kurzen Momenten geriet die Musik in den Hintergrund. "Ich weiß nicht, ob man das in Solingen fragen darf. Verfolgt jemand zufällig auf einem der diversen mobilen Endgeräte, wie es beim FC Kölle in der Euroleague steht ?" Über die Nachricht der Führung gegen Arsenal London des derzeit nicht vom Erfolg verwöhnten Fußball-Bundesligisten kam Bastian Campmann ins Plaudern. "Wirklich ? Es ist ja nicht selbstverständlich, dass Köln in dieser Saison ein Tor schießt."

Eine Selbstverständlichkeit aber war es, dass der Saal auch die Songs lautstark mitgesungen hat, die wie "Künning vun kölle" zu den neueren Kasalla-Stücken gehören. "Man kann es durchaus als dreist bezeichnen, ein neues Stück mitzubringen und zu verlangen, dass Ihr es textsicher mitsingt." Keineswegs. Für die eingeschworene Kasalla-Gemeinde in der "Stadt mit S" absolut kein Problem.

(gra)
 
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