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Benefizkonzert
Musiker unterstützen Schule in Nepal

Solingen. Es ist erst ein halbes Jahr her, als die Bilder der verheerenden Erdbeben-Katastrophe, die Nepal erschütterte, durch die Medien gingen. Mehr als 8000 Menschen verloren ihr Leben, 100.000 wurden verletzt, Städte und Dörfer fielen in sich zusammen. Dabei wurden auch 7000 Schulen im Land zerstört oder stark beschädigt. Da ein sicherer Raum zum Lernen und Spielen für die traumatisierten Kinder in Nepal besonders wichtig ist, hat sich die Welthungerhilfe das Ziel gesetzt, sechs Schulen aufzubauen. Das Besondere daran: Die Schulen sollen erdbebensicher sein.

"Es boten sich da zwei Distrikte an, in welchen wir bereits tätig sind", sagt Sonja Eberle, Fachgruppe Mobilisierung. Es sind die Distrikte Dhading und Ramechhap. "Die Schulen sollen in besonders ländlichen Gebieten aufgebaut werden, wo die Kinder keine Alternative haben." Um das Geld für den Bau zusammen zu bekommen, hat die Welthungerhilfe eine Spenden-Kampagne ins Leben gerufen.

Davon erfuhren die Musiker des "Neuen Musikforums Solingen". "Wir fragten uns, wie kann ein Musiker helfen ?", berichtet Peter Heider, Leiter des Forums. Die Antwort: "Er kann Musik machen". So entschlossen sich die Musiker des "Neuen Musikforums Solingen", ein Benefizkonzert unter dem Titel "Wir bauen eine Schule für Nepal" zu organisieren. Dafür konnten sie nicht nur Solisten der Bergischen Symphoniker gewinnen, sondern auch die Mezzosopranistin Maria Norina Hoffmann.

Der traditionelle Auftakt - ein klanggewaltiger Choral - sorgte sofort für eine festliche Stimmung in der voll besetzten Stadtkirche am Fronhof. Für das Benefizkonzert hatten die Musiker vor allem Melodien aus bekannten Filmen ausgewählt. "Es ist ein etwas ruhigeres Konzert", sagte später Peter Heider, "weil es einen traurigen Anlass hat." Die Filmmusik von "Forrest Gump" und "Out of Africa", von "Dances with Wolves" und "Schindlers Liste" erfüllten die Stadtkirche. Ganz bewusst hatten die Musiker auch die Melodie aus "The Day after Tomorrow" ins Programm genommen, in dem die Zerstörung der Natur eine Katastrophe heraufbeschwört. Christian Leschowski verlieh "Gabriels Oboe" eine Stimme, Marlies Klumpenaar spielte die Solo-Klarinette in Mozarts Klarinetten-Konzert A-Dur und Johannes Wurzel sorgte mit der Violine für Gänsehaut. Maria Hoffmannrührte das Publikum mit ihrer gefühlvollen Interpretation von Leonard Cohens "Hallelujah" zu Tränen.

Bei diesem stimmungsvollen Konzert wurden Spenden für eine erdbebensichere Schule im Ramechhap-District gesammelt. "Die Baupläne sind schon fertig", sagt Sonja Eberle. Erstellt wurden sie von den "Emergency Architects". Noch in diesem Jahr soll der Bau beginnen. Und im Sommer kommenden Jahres dürfen die Kinder dann schon ihre neue Schule besuchen.

(sue)
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