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Erasmus-Projekt Der Eu
Realschüler vom Vogelsang besuchen Zagreb

Solingen. Eine spannende und insbesondere erfahrungsreiche Woche verbrachten Schüler aus der achten Klasse der Realschule Vogelsang im Rahmen ihres europäischen Projektes Erasmus. "Spannend war es in erster Linie vor allem deshalb, weil Zagreb der Austragungsort des ersten Treffens aller Partnerländer war", berichtet Lehrerin Kinga Veronika Mendick.

25 Achtklässler der Solinger Realschule arbeiten in dem auf zwei Jahre angelegten Partnerschaftsprojekt der EU mit. Sechs von ihnen reisten jetzt nach Zagreb. Dort trafen sie nicht nur auf ihre kroatischen Gastschüler, sondern auch auf die Schüler aus Polen, Zypern, Spanien und Italien, die am Projekt "Europe through the lines of literature" über zwei Jahre lang gemeinsam arbeiten.

In Zagreb widmeten sich alle Schüler kroatischen Märchen und begaben sich auf die Spuren von bekannten Märchen-Autoren. Dazu besuchten sie unter anderem die Ortschaften Ogulin und Slavonski Brod, um gemeinsam in Workshops unterschiedliche Märchen zu interpretieren - sei es als szenisches Spiel, Pantomime, Rolleninterview oder mit großen Puzzles, die es galt, zu einem Märchen zusammen zu bauen.

Dabei räumte das deutsche Schülerteam von der Realschule Vogelsang den ersten Preis ab und durfte anschließend im kroatischen Radio sowie bei zahlreichen TV-Sendern Interviews auf Englisch geben. Das war für die Vogelsanger Realschüler der aufregendste Part des Tages - "wann hat man schon mal die Möglichkeit, im Radio oder TV etwas zu sagen", schildert Lehrerin Mendick. Die Jugendlichen nutzten die Chance bei der Presse genauso wie der Bürgermeister von Zagreb, Milan Bandiæ, die zahlreichen Vorteile des Erasmus-Projektes der EU hervorzuheben, die sich allen Partnerländern und insbesondere den Schülern durch internationale Kontakte bieten.

Projektlehrerin Mendick lobt das Engagement der Schüler. "Sie haben ihr eigenes Land und die eigene Schule souverän im Ausland repräsentiert und dabei auch mal über den Tellerrand geschaut."

Sich seine eigene Meinung bilden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennenlernen, Kultur und Bräuche sowie das Leben in einer kroatischen Gastfamilie des Partnerlandes erleben dürfen, das ist nach ihren Worten eine Erfahrung, die alle Schüler in vielen Jahren noch in positiver Erinnerung behalten werden und die ihnen niemand nehmen kann. Da diese Erfahrungen nicht nur jeden in seiner Entwicklung prägen, sondern insbesondere Freundschaften über die Grenzen hinaus ermöglichen und Vorurteile abbauen.

Günter Tewes

Quelle: RP
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