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Hitzefrei
Schwimmen, Vanille schlecken und gut eincremen

Solingen. Im Sommer bei der Arbeit oder in der Schule zu schwitzen, wenn draußen die Sonne vom Himmel brennt - das findet wohl keiner so richtig attraktiv. Für Schüler gibt es aber eine gute Nachricht: Die Sekundarstufe eins, das sind die Klassen fünf bis neun, können von Schulen nach eigenem Ermessen ein Hitzefrei verordnet bekommen. Für die Sekundarstufe zwei, die gymnasiale Oberstufe ab Jahrgangsstufe zehn, gibt es diese Möglichkeit nicht.

Die Empfehlung im Schulgesetz besagt, dass es in den Räumen nicht über 27 Grad warm sein soll. Außerdem sollen an solchen Tagen nach Möglichkeit keine Klassenarbeiten geschrieben werden. Meist endet der Unterricht beim Hitzefrei nach der zweiten großen Pause gegen zwölf Uhr - oder lediglich der Nachmittagsunterricht entfällt komplett.

An der Friedrich-Albert-Lange-Schule beispielsweise werden die Unterrichtsstunden an heißen Tagen laut Schulleiter Florian Windscheid von 65 auf 45 Minuten verkürzt, so dass zwar alle Fächer unterrichtet werden können, der Schultag aber trotzdem schon gegen 14 Uhr endet. Bei den jüngeren Kindern muss allerdings gewährleistet sein, dass sie sicher nach Hause kommen.

Und was machen die Schüler mit ihrer neugewonnenen Freizeit? Zur Abkühlung geht es gerne ins Freibad. Schwimmen, sonnen, vom Dreimeterturm springen - so lässt sich die Hitze gut aushalten. Allein gestern kamen zur Mittagszeit jeweils 300 bis 400 Besucher ins Ittertal und ins Heidebad. Und das noch ohne Hitzefrei-Verordnung. Da die Temperaturen in den kommenden Tagen weiter heiß bleiben sollen, ist mit einem noch größeren Ansturm zu rechnen.

Neben der Abkühlung von außen darf auch die Abkühlung von innen nicht fehlen: Nicht nur zur Sommerzeit ist Eiscreme beliebt. Passend zum Wetter setzen die meisten auf leichte, erfrischende Sorten wie Mango und Zitrone. Generell ist bei Hitze Fruchteis gefragter als Milchspeiseeis. Nummer eins bleibt dennoch der Klassiker Vanille. Immer beliebter wird aber auch die ausgefallene Sorte Cookies.

Die hohen Temperaturen sind auch nicht ganz ungefährlich. Bei Sonnenbrand und Sonnenstich vergeht der Sommerspaß ganz schnell wieder. Auch der Kreislauf reagiert gegebenenfalls auf Hitze. Bedeutet: Immer gut eincremen und vor allem ausreichend trinken. Dr. Volker Spartmann, Chefarzt der Geriatrie in der St. Lukas Klinik, rät, etwa 1,5 bis zwei Liter am Tag zu trinken - sofern man keinen Sport macht. "Gerade bei Hitze ist die Faustregel, etwa 200 Milliliter alle zwei Stunden zu trinken. Kaffee und Tee sollte man möglichst vermeiden." Beim Sonnenschutz rät der Mediziner mindestens den Lichtschutzfaktor 30 zu wählen. "Wenn man im Freibad ist, muss man nachcremen, da das Wasser und der Schweiß den Schutz zerstören."

(mer)
 
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