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Vorpremiere
Veronica Ferres: "Ich hoffe, Ihr hattet Schadenfreude"

Vorpremiere: Veronica Ferres: "Ich hoffe, Ihr hattet Schadenfreude"
Veronica Ferres nahm sich am späten Abend viel Zeit, um die zahlreichen Foto- und Autogrammwünsche zu erfüllen. FOTO: Martin Kempner (3)
Solingen. Die Dreharbeiten haben Veronica Ferres sichtlich Spaß gemacht. Und man merkt der Schauspielerin zudem an, dass ihr die Verfilmung von "Unter deutschen Betten" eine Herzensangelegenheit war. Vor sechs Jahren hat sie sich die Rechte gesichert, am 5. Oktober kommt die Komödie in die deutschen Kinos. Am Mittwochabend stellte die gebürtige Solingerin den Film in ihrer Heimatstadt zum ersten Mal einem öffentlichen Publikum vor. Deutschland-Premiere sozusagen.

Sowohl in kleiner Medien-Runde als auch wenig später im Kinosaal vor rund 200 Besuchern erzählte Veronica Ferres in Plauderlaune so manche Anekdote vom Set. Im Interview mit Meinolf Thies legte sich die Schauspielerin dem Geschäftsführer des "Lumen Filmtheaters" sogar zu Füßen, um eine prägende Szene aus der Hundeklappe nachzustellen. "Es ist ein Kinofilm, in dem ich mich selbst richtig schön auf die Schippe nehme", sagte die 52-Jährige. "Ich hoffe, Ihr hattet Schadenfreude, mich putzen zu sehen." Die Lacher hatte sie auf ihrer Seite. Die Rolle der zur Reinigungskraft degradierten Pop-Diva Linda Lehmann an der Seite von Heiner Lauterbach und Magdalena Boczarska sei für die Hauptdarstellerin und Produzentin eine Steilvorlage gewesen.

Komisch zu sein, sei harte Arbeit, gab Veronica Ferres zu. Gleiches gelte aber auch für Stunts, bei denen sie sich in "Unter deutschen Betten" nicht hat doubeln lassen. "Die Stuntleute haben es vorgemacht, und ich habe es einfach nachgemacht. Ich darf dabei nur nicht nachdenken." Viele blaue Flecken hat sie bei den rund siebenwöchigen Dreharbeiten davongetragen, eine kleine Narbe am Unterarm wird sie ewig daran erinnern.

Solingen war die erste Station auf ihrer Promotion-Tour, die sie noch in weitere 19 Städte führt. Es war geradezu Bedingung, dass ihre Geburtsstadt mit auf der Liste stand. "Normalerweise übernachte ich bei der Familie, wenn ich hier bin." Doch am Mittwochabend nach dem letzten erfüllten Autogramm- und Fotowunsch ging es für die Wahl-Münchnerin weiter nach Köln, weil am nächsten Morgen in Herrgottsfrühe der Flieger nach Berlin wartete. Jeden Tag besucht sie nun zwei Vorstellungen in zwei Städten, anschließend geht es direkt weiter nach Südafrika zu Dreharbeiten mit Dieter Hallervorden.

Die Schlange der Fans war lang, die sich noch ein Autogramm, ein signiertes Plakat oder ein Foto mit ihrem Star sichern wollten - in der der Mehrzahl waren es die Frauen. "Wir haben lange überlegt, ob wir aus der Vorpremiere eine Ladies-Night machen sollen oder nicht", sagt Meinolf Thies. "Aber wir wollten die Männer nicht ausgrenzen."

GUIDO RADTKE

Quelle: RP
 
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