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Heimatverein Gräfrath
Vorstand sendet ein SOS an die Mitglieder aus

Solingen. Eines wurde während der 67. Mitgliederversammlung des Heimatvereins Solingen-Gräfrath am Sonntag im Klingenmuseum immer wieder zur Sprache gebracht: Der Vorstand braucht dringend Unterstützung.

Das liegt zum einen daran, dass der Vorstand nur noch aus neun Mitgliedern besteht und sich, trotz eines Aufrufs im vergangenen Jahr, niemand gefunden hat, um den Vorstand wieder zu erweitern. Zum anderen ist die Arbeitsbelastung enorm, ist doch der Gräfrather Heimatverein mit zahlreichen Aufgaben betraut.

Das ging vor allem durch den Jahresplan 2016 hervor, den der stellvertretende Vorsitzende Peter Wilhelm Steinheuer vortrug. So ist der Heimatverein nicht nur an der Organisation feststehender Veranstaltungen, wie dem Maisingen, Marktfest, Schützen- und Zeltfest, Jazzfrühschoppen oder auch dem Silvesterrundgang beteiligt, er hat sich für dieses Jahr auch einige zusätzliche Projekte vorgenommen. So soll das Kriegerdenkmal nahe der Fauna restauriert werden, an der Korkenziehertrasse sollen Hinweisschilder auf den Gräfrather Marktplatz aufgestellt und der Grabstein von Dr. de Leuw soll aufgearbeitet werden. "Eine neue Idee ist ein Adventskalender mit von Kindern gemalten Bildern in den Fenstern rund um den Marktplatz einzurichten", sagte Steinheuer.

Auch das Gräfrath-Museum soll neu belebt werden. "Wir wollen etwas für Kinder tun", betonte er. Auch steht dieses Jahr der Gräfrath-Abend mit der Verleihung des Gräfrath-Talers an. Für den jährlich organisierten Seniorennachmittag muss eine neue Lösung gefunden werden, da der Saal im Eugen-Maurer-Haus nicht mehr zur Verfügung steht. Von der Mitorganisation des Gräfrather Lichterzaubers musste sich der Vorstand des Gräfrather Heimatvereins zurückziehen. "Aus Mangel an freiwilligen Helfern", wie Schriftführerin Annemarie Jacobs im Jahresbericht mitteilte. Dem dreimal jährlich erscheinenden "Heimatspiegel" wurde ein neues Design verpasst. "Die Umstellung auf farbig und der neue Drucker haben sich bewährt", erklärte Andreas Vesper, Redakteur des Heimatspiegels. Seit November 2015 engagiert sich der Heimatverein auch in der Flüchtlingsarbeit. "Für uns ist Heimat ein hohes Gut, deshalb leiden wir mit allen, die ihre Heimat verloren haben", betonte Vorsitzender Karl-Gerd Hankammer.

Zu Gast bei der Mitgliederversammlung war Wolfgang Klein, Vorstandsmitglied des HSV Gräfrath, und stellte die Arbeit des Handballvereins vor, der 2016 sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Auch auf die Öffnungszeiten des Gräfrath-Museums wurde noch einmal hingewiesen: jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr. Am 17. März um 19 Uhr gibt es eine Vorführung von Laurel und Hardy-Filmen. Sandra Grünwald

Quelle: RP
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