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Grundschule Südstraße
Wenn der Leserabe auf Reise geht . . .

Solingen. Mit dem Heißluftballon fährt der Leserabe von Ort zu Ort und besteht immer neue Abenteuer. "Er landet in Berlin und trifft den Berliner Bären und geht shoppen", erzählt Lilly. Auch Paris erlebt der Rabe. "Er geht ins Museum und sieht die Mona Lisa", berichtet Emily. Da es der Mona Lisa auf dem Bild so langweilig ist, steigt sie kurzerhand heraus. Nach London geht die Reise ebenfalls. "Die Königin Elisabeth lädt ihn zum Tee ein", verrät Adelisa. Einen Ausflug nach Wuppertal macht der Heißluftballon auch. "Mit einem Seil hängt er sich an die Schwebebahn", erzählt Tijan, und natürlich muss der Leserabe auch die Grundschule Südstraße besuchen.

"Er landet auf dem Schulhof. Und dann wird gespielt, und es wird Unterricht gemacht", sagt Efsa. Denn es ist die ehemalige Klasse 1a, die vor den Sommerferien nicht nur, wie drei weitere Klassen der Grundschule Südstraße, beim Leserabe-Lesewettbewerb der Stiftung Lesen mitgemacht hat, sondern elf Schüler haben sich im Rahmen einer Fordergruppe am ausgeschriebenen Schreib-Wettbewerb beteiligt.

"Da waren auch zwei Kinder darunter, die noch nicht lange in Deutschland sind", freut sich Schulleiterin Sandra Faulenbach. Gemeinsam mit Lehrerin Isabel Bartnik haben sie nicht nur die Geschichten des Leseraben gelesen, sondern auch eigene Geschichten geschrieben. "So wird ihm das Märchenbuch von Räubern gestohlen, und von den Bremer Stadtmusikanten bekommt er wieder ein neues geschenkt", verrät Isabel Bartnik, die aus den vielen Geschichten und den gemalten Bildern ein wunderschönes Bilderbuch zusammengestellt hat.

Die Jury war jedenfalls überzeugt, denn der Beitrag der Grundschule Südstraße wurde - bei einer Beteiligung von 530 Grundschulen deutschlandweit - mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Ein dickes Paket mit Büchern und Spielen bekommen die kleinen Autoren dafür. "Außerdem besucht der Leserabe die Schule noch höchst persönlich", sagt die Schulleiterin. Dieser Erfolg ist schon genug Grund zur Freude, aber Isabel Bartnik hat sich auch noch mit einer Bewerbung bei der jährlichen "Ferrero-Kinder-Aktion" beworben. Preis waren drei PCs, Drucker und jede Menge Zubehör wie Kopfhörer. "Sie hat geschrieben, was sie damit mit ihrer Klasse alles machen würde und wie sie die Medien einsetzen würde, da sie ja auch Kinder hat, die noch nicht so gut Deutsch können", erzählt Sandra Faulenbach. Und wieder konnte die engagierte Lehrerin überzeugen. "Ihr Bericht hat den ersten Preis gewonnen", freut sich die Schulleiterin. "Da kam ein riesen Paket an." Aufgebaut sind die PCs noch nicht, aber Isabel Bartnik freut sich schon, ihre Pläne mit den Schülern umzusetzen. SANDRA GRÜNWALD

Quelle: RP
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