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Solingen
Stadtmitarbeiter treten in zweistündigen Warnstreik

Solingen. Betroffen sind heute Morgen Kindertagesstätten, Müllabfuhr und Klinikum. Verdi fordert sechs Prozent mehr. Von Martin Oberpriller

Die Arbeitnehmer erhöhen den Druck. Vor der zweiten Runde in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes beim Bund und bei den Kommunen in der nächsten Woche ruft die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter der Stadt für heute zu einem ersten Warnstreik auf. Betroffen sind sowohl die Technischen Betriebe Solingen (TBS) mit der Müllabfuhr als auch die städtischen Kindertagesstätten sowie weitere Bereiche der Verwaltung. Darüber hinaus wird es am Klinikum zeitlich begrenzte Arbeitsniederlegungen geben.

"Die Kollegen treffen sich ab 6 Uhr bei den TBS an der Dültgenstaler Straße", sagte gestern der stellvertretender Verdi-Geschäftsführer im auch für Solingen zuständigen Verdi-Bezirk Rhein-Wupper, Lothar Reitzer. Mit dem Warnstreik, so Reitzer, wolle die Gewerkschaft verdeutlichen, dass es den Beschäftigten mit ihren Forderungen - unter anderem nach sechs Prozent mehr Lohn - ernst sei.

Ernst dürfte es heute Morgen indes auch für andere werden. So müssen sich Eltern von Kindergartenkindern darauf einstellen, dass sie ihre Söhne und Töchter nicht pünktlich in den Kitas abgeben können. In diesem Bereich könne es zu Einschränkungen kommen, hieß es gestern vonseiten der Gewerkschaft. Mit kompletten Schließungen von Kindertagesstätten sei aber nicht zu rechnen.

Das hängt damit zusammen, dass der Ausstand bereits um 9 Uhr wieder beendet sein wird. "Unser Anliegen ist es, den Arbeitgebern mit diesen befristeten Warnstreiks deutlich zu machen, wie wichtig für die Beschäftigten eine deutlich spürbare Entgelterhöhung ist", sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Sabine Hilgenberg. Dies gelte, so die Gewerkschaft, ebenfalls für die Mitarbeiter des Klinikums, die dazu aufgerufen sind, die Arbeit in der Zeit zwischen 11.45 und 13 Uhr niederzulegen. Auch am größten Solinger Krankenhaus werden sich die Beschäftigten zu einer Kundgebung versammeln, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Die Gewerkschaften verlangen in der neben der sechsprozentigen Erhöhung der Löhne und Gehälter eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um pauschal 100 Euro sowie die Abschaffung von sogenannten sachgrundlosen Befristungen und eine unbefristete Übernahme aller Auszubildenden.

Quelle: RP
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