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Solingen
Statt nach Tunesien zum Ferien(s)pass

Solingen. Rund 1400 Ferienpässe sind schon verkauft, so viele wie sonst in den gesamten Ferien. Trotzdem sind noch Plätze frei. Von Maxine Herder

Die Nachfrage nach Ferienpässen ist groß - so groß, dass die Ausweise im Scheckkartenformat, mit denen Kinder und Jugendliche auch in diesem Jahr an einem bunten Ferienprogramm teilnehmen können, im Ferien(s)pass-Büro am Eiland in der vergangenen Woche erstmals knapp wurden. "Rund 1400 Ferienpässe sind schon verkauft, das ist so viel wie sonst in den gesamten Sommerferien", freut sich Bastian Renner. Rund 150 Ferienpässe, schätzt der Ferien(s)pass-Leiter, seien nun noch im Verkauf. "Um hier den Überblick zu behalten, konzentrieren wir den Verkauf ab kommender Woche im Ferien(s)pass-Büro."

Auch Regen kann Ferien(s)pass Leiter Bastian Renner die Laune nicht verderben. FOTO: S. Köhlen

Bastian Renner zieht ein durchweg positives Fazit der ersten beiden Ferienwochen: "Die Stimmung dieses Jahr war bisher, auch wetterbedingt, sehr euphorisch", beschreibt Renner - wenn auch das gute Wetter sie bisweilen vor allem bei längeren Ausflügen vor große Herausforderungen gestellt habe. "Die Herausforderungen waren dabei vor allem regelmäßige Pausen zu machen, zu gucken, dass alle Kinder ausreichend trinken und mit Sonnenmilch eingecremt sind", so Renner.

Bei bestem Sommerwetter habe es einen absoluten Ansturm auf die Wupper-Kanutouren mit Thomas Becker gegeben, doch auch Klassiker, wie Ausflüge in Freizeitparks und Zoos, seien stark nachgefragt gewesen. "Auch unser Fußball-Camp ist sehr gut gelaufen." Dennoch, sagt Renner, erlebten sie immer wieder auch Überraschungen: Das Angebot "Graffiti für Mädchen" beispielsweise sei unerwartet überhaupt nicht nachgefragt worden. In diesem Jahr, hat Renner beobachtet, seien außergewöhnlich viele Eltern noch in den ersten Ferienwochen ins Büro gekommen, um Aktivitäten für ihre Kinder zu buchen. Hinzu kommen mehrere Familien, die ihre geplanten Reisen nach Tunesien nach den Anschlägen abgesagt hätten und kurzfristig auf der Suche nach einem Alternativprogramm für ihre Kinder waren.

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Auch die nächsten rund vier Wochen stehen für Bastian Renner und die rund 60 Betreuer ganz im Zeichen des Ferien(s)pass: Es gebe, betont Renner, auch in den kommenden Wochen noch etliche freie Plätze, von kleinen Aktivitäten bis hin zu großen Ausflügen. Auch die Kinder-Oase, die Kinder zwischen 6 und 14 Jahren diese und kommende Woche auf die Radrennbahn Dorperhof in die Solinger Kinderstadt einlädt, hat noch Plätze frei. Auf der Internetseite (www.ferienspass.net) können in diesem Jahr erstmals alle freien Plätze minutengenau abgerufen werden. "Diese Plätze können bis zum letzten Ferientag in Anspruch genommen werden. Und auch relativ kurzfristig ist immer noch etwas möglich", so Renner. Mit rund 2000 Flyern in vier Sprachen, die an den Stadtdienst Soziales gegangen sind, versucht Renner ganz gezielt, auch Flüchtlingskinder für den Ferien(s)pass zu gewinnen. "Aufgrund von Fördergeldern können sie kostenlos teilnehmen, wir handeln da ganz unbürokratisch", so Renner.

Für ihn selbst ist die Ferienerholung der Kinder vor allem eins: Stress. "Man steht die ganze Zeit unter Anspannung und freut sich einfach nur, wenn eine Woche rum ist und alles toll geklappt hat."

Quelle: RP
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