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Solingen
"Still ruht der See" beim CarKult-Projekt

Solingen: "Still ruht der See" beim CarKult-Projekt
Sie gilt als ein Eingangstor in die City: Brach liegt die Fläche mit dem alten Omega-Gelände an der Kölner Straße/Birkenweiher und den angrenzenden Kieserling-Hallen. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Nichts tut sich in Bezug auf das geplante Oldtimer-Zentrum in den ehemaligen Kieserling-Hallen und auf dem Omega-Gelände. Die Grünen wollen derweil den Verkaufsbeschluss für das Gelände noch einmal diskutieren. Von Annemarie Kister-Preuss und Günter Tewes

In diesem, spätestens nächsten Monat wollte Stefan Petermann sein "Zentrum für historische Fahrzeuge" in den zuvor von den Egon Evertz genutzten alten Kieserling-Fabrikhallen eröffnen. Doch nichts hat sich weder auf dem Gelände noch in den alten Werkshallen getan. Bereits zum 31. März hatte Egon Evertz mit dem möglichen Investor die Zahlung der Verkaufssumme vereinbart, von ausländischen Banken war da die Rede, bei denen es üblich sei, dass die Summen nicht von heute auf morgen beim Empfänger landen.

"Still ruht der See", war Ende vergangener Woche der Kommentar aus der Stadtverwaltung. Sprecherin Birgit Wenning erklärte nach Rücksprache mit Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, dass sich absolut noch nichts getan habe in Bezug auf das CarKult Projekt, für das Stefan Petermann ursprünglich auch das Omega-Gelände erwerben wollte, ohne das das Oldtimer-Zentrum ein Torso bleiben würde.

Stefan Petermann soll nach Informationen unserer Zeitung derweil in Wermelskirchen gesehen worden sein, wo der Solinger Projektentwickler André Kleinpoppen ursprünglich auf dem ehemaligen Rhombus-Areal unter anderem großflächigen Einzelhandel für die Nahversorgung geplant hatte. Kleinpoppen ist inzwischen nicht mehr bereit, das Areal zu kaufen, weil die Stadt Wermelskirchen sich gegen Lebensmittel Nahversorgung ausgesprochen hatte.

Unterdessen reißt auch politisch die Debatte um das alte Omega-Gelände an der Kölner Straße/Birkenweiher mit den angrenzenden Kieserling-Hallen nicht ab. Handlungsbedarf sehen die Grünen bei Oberbürgermeister Norbert Feith. "OB Feith weigert sich nach wie vor, der Weisung der Bezirksregierung nach zu kommen, den unrechtmäßig zustande gekommenen Omega-Verkaufsbeschluss aus dem Beteiligungsausschuss endlich zu beanstanden," kritisiert Fraktionssprecher Manfred Krause.

Die Grünen wollen - so wörtlich - "die Verweigerungshaltung des Oberbürgermeisters" nicht weiter hinnehmen. "Wir haben uns noch einmal an die Bezirksregierung mit dem Hinweis gewandt, dass der OB die Beanstandung in der letzten Ratssitzung nicht vorgenommen hat", betonte Krause. "Soweit wir das erkennen können, ist bisher noch kein Verkauf des Omega-Geländes erfolgt." Aus Sicht der Grünen darf dies auch nicht geschehen, da aufgrund der Beanstandung ein entsprechender notwendiger Gremienbeschluss nicht vorliege. Vielmehr müsse nach den Worten von Manfred Krause die Politik die Gelegenheit bekommen, "sich noch einmal ordnungsgemäß und intensiv mit dem Verkauf dieses stadtbildprägenden Geländes am Eingang der Stadt zu beschäftigen".

Quelle: RP
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