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Solingen
Streit um Querung der Friedrichstraße geht weiter

Solingen. Behinderten- und Seniorenbeirat beharrten bei einer gemeinsamen Sitzung auf der Einrichtung einer Ampelanlage. Von Wolfgang Günther

Gleich nach der Eröffnung des Seniorenzentrums Kirschbaumer Hof in der Solinger Stadtmitte begann die Diskussion darüber, wie die mobilen Bewohner sicher die Friedrichstraße Richtung Innenstadt überqueren können. Sowohl der Beirat für Menschen mit Behinderung als auch der Seniorenbeirat wurden von Bruno Jagusch, Stadtmitarbeiter im Bereich Verkehrsplanung, über die Beschlussvorlage der Stadt informiert.

Sie sieht eine Querungshilfe mit Mittelinsel in Höhe des Seniorenheims vor. "Weder eine Lichtzeichenanlage, noch ein Zebrastreifen kommen an dieser Stelle in Betracht", hatte Jagusch erklärt.

Der Seniorenbeirat stellte in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Behindertenbeirat jetzt das Thema noch einmal auf die Tagesordnung. Die Stadtmitarbeiterin Sonja Häcker hatte jetzt im Gründer- und Technologiezentrum einen schweren Stand bei der Erläuterung und Verteidigung der vorliegenden Pläne. "Durch das hohe Verkehrsaufkommen der Friedrichstraße mit 1000 Autos pro Stunde würde der Verkehrsfluss bei einem Zebrastreifen oder einer Lichtzeichenanlage empfindlich gestört", erklärte die Abteilungsleiterin Planung und Verkehr.

Bei der Einrichtung der Querungshilfe muss die Friedrichstraße auf neun Meter verbreitert werden, die geschätzten Gesamtkosten von 83000 Euro sind bereits für den Haushalt 2016 angemeldet. Für eine Lichtzeichenanlage an gleicher Stelle muss die doppelte Summe aufgebracht werden. In der ausgiebigen Diskussion war immer wieder der Zebrastreifen ein Thema, die Erörterung gipfelte in der Meinung einiger Beiratsmitglieder, die Verwaltung wolle "in Solingen keine Zebrastreifen". Julia Lipschitz, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung, ließ die Aussprache zu, forderte aber dann die Abstimmung der Anwesenden. Wie schon der Seniorenbeirat folgte auch das große Gremium der Vorlage der Verwaltung nicht, und sprach sich mit großer Mehrheit für eine weitere Lichtzeichenanlage an der Friedrichstraße aus.

"Wir nehmen dieses Votum jetzt erst einmal mit in die Bezirksvertretung Mitte, und den Planungsausschuss, dann sehen wir weiter", sagte Sonja Häcker. Bei einer weiteren Ablehnung wird die Verwaltung neu planen müssen, das wird nicht von heute auf morgen geschehen, und vielleicht sogar die weitere Planung der Innenstadtumfahrung im Bereich Kölner Straße /Dickenbusch einbeziehen.

Quelle: RP
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