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Solingen
Stromspar-Check: Jede Menge Energie sparen

Solingen. Ein Jahr ist es her, dass sich der Stromspar-Check als neues Projekt der Caritas in Solingen vorstellte. Jetzt legt das fünfköpfige Team der Energiesparberater eine erste, eindrucksvolle Bilanz vor: Danach konnten bis Mitte August 236 Solinger Haushalte, in denen durchschnittlich 2,3 Personen lebten, besucht und gecheckt werden.

Dabei fanden die fünf eigens für diese Aufgabe geschulten Mitarbeiter - darunter zwei Frauen - jede Menge Sparpotenzial. Insgesamt installierten sie 2747 technische Soforthilfen im Wert von rund 15.000 Euro, die sowohl Strom als auch Wasser sparen helfen. Darunter waren 1754 Energiesparlampen, 222 schaltbare Steckerleisten, 317 Strahlregler für Wasserhähne, 136 sparsame Duschköpfe und 229 Kühlschrankthemometer. Die durchschnittliche Einsparung lag für die beratenden Haushate bei 195 Euro jährlich.

"Häufig ist den Menschen gar nicht bewusst, wie viel Energie ihre Geräte verbrauchen", hat Uwe Kaldewey erlebt und beobachtet immer wieder, wie sorglos Fernseher, Computer und andere Geräte dauerhaft im Standby-Zustand am Strom saugen. Andreas Taentscher, der ebenso wie Heike Simons, Annika Rubin und Dieter Reimann (Teamliter) zum Team der Energiesparberater gehört, erinnert sich an einige rekord-verdächtige Stromfresser, die das Team in Solingen aufspürte: "Da stand zum Beispiel auf einem Balkon ein alter Kühlschrank, der mit 1000 Kilowatt rund das Sechsfache eines modernen Kühlschranks verbrauchte." Auch eine auf Hochtouren kühlende Gefriertruhe ohne Inhalt in einem Keller oder ein riesiger, gebrauchter Plasmafernseher, den eine mehrköpfige Familie geschenkt bekommen hatte, und der nun für einen horrenden Stromverbrauch sorgte, gehörten zu den Geräten, die kräftig und unnötiger Weise bei den Mietnebenkosten zu Buche schlugen." Das Stromspar-Check-Projekt der Caritas zielt auf Haushalte, die Hartz IV oder andere Transfersleistungen beziehen. Auch Rentner mit geringem Einkommen können in den Genuss kommen. Für alle diese Haushalte sind der Check und die Installation der technischen Soforthilfen kostenlos.

Da insbesondere Familien, die von Arbeitslosengeld leben müssen, kaum finanzielle Mittel haben, energieintensive Haushaltsgeräte gegen sparsame, moderne Nachfolger zu tauschen, hat das Stromspar-Projekt ein Tauschprogramm für alte Kühlschränke aufgelegt. Danach gibt es unter bestimmten Voraussetzungen für Geräte der Klassifizierung AAA einen Zuschuss in Höhe von 150 Euro.

Neben dem Energiesparaspekt hat das Caritas-Projekt aber noch eine zweite soziale Komponente. In Kooperation mit dem kommunalen Jobcenter ist es auch ein Arbeitsförderungsprojekt. Die Energiesparberater im Caritas-Team haben über das Projekt eine zusätzliche Qualifizierung und Beschäftigung gefunden.

Haushalte, die sich ebenfalls prüfen lassen wollen, können sich an die Caritas an der Ahrstraße 9 unter Telefon 231 349 23 wenden.

(red)
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