| 00.00 Uhr

Solingen
Symphoniker bieten Musik aus der "Wunderkammer"

Solingen. Generalmusikdirektor Peter Kuhn hat für die Philharmonischen Konzerte der Bergischen Symphoniker in den Schatzkammern der Musik gestöbert. Von Wolfgang Günther

Peter Kuhn ist kein Dirigent, der immer nur die gleichen Stücke der klassischen Musik auf das Programm setzt. "Wunderkammer der Musik" steht als Titel über dem Programm 2016/2017. "Die Wunderkammern waren im Barock die Vorläufer des Museums", erklärte Kuhn bei der Vorstellung der Konzerte. "Aber dieses Programm ist kein Panoptikum, sondern eine ausgewogene Mischung aus beliebten Werken und Entdeckungen, die ich auf meiner Reise durch jene Wunderkammern gemacht habe."

Im ersten Konzert am 6. September stehen unter der Überschrift "Deutschlandreise" Werke von Beethoven, Hindemith und Schumann auf dem Programm. "Die 3. Symphonie von Schumann wird als 'Die Rheinische' bezeichnet, sie ist zwar als Titelmelodie im Fernsehen kurz zu hören, man sollte sie aber unbedingt einmal komplett genießen", sagte Kuhn. Solist des Abends ist Serge Zimmermann, der 25-jährige Sohn des weltbekannten Geigers Frank Peter Zimmermann. Er spielt mit den Symphonikern das Violinkonzert von Paul Hindemith.

"Hemdsärmelig" steht dagegen als Titel über dem dritten Konzert (25. Oktober). Sprech- und Gesangssolisten sind bei der Aufführung der "Sieben Todsünden" dabei, Musik von Kurt Weill, Text von Bertold Brecht. Im Walzerfieber ist das Orchester am 22. November. "Ich habe mit ,Fieber' eine wunderbare Tondichtung von Franz Lehar entdeckt", freute sich Peter Kuhn. Dazu erklingen Walzer von Johann Strauss und Maurice Ravel.

Die Bergischen Symphoniker gelten als das fleißigste Orchester in NRW. "Das Orchester hat im Jahr etwa 150 Auftritte in der Region - die Proben nicht mit gerechnet", erklärte Geschäftsführer Stefan Schreiner. Ein Drittel davon ist Musik für Kinder und Jugendliche. Rund 9000 Kinder kommen in jedem Jahr in den Genuss der Schulkonzerte. Die junge Generation steht, als Publikum von morgen, im Mittelpunkt der Arbeit des Orchesters. Kinder von Solinger Grundschulen wirken bei der Aufführung der Spieloper "Hänsel und Gretel" in der Fassung für Blechbläser am 18. Dezember im Pina-Bausch-Saal mit. In einem besonderen Projekt schlagen die Bergischen Symphoniker einen Bogen "Von Beirut ins Bergische". Gemeinsam mit jungen Flüchtlingen präsentiert das Orchester am 20. Juli im Konzertsaal Klassiker orientalischer und abendländischer Romantik.

Natürlich sind auch in der neuen Saison die gewohnten Angebote wie Serenaden, Kammerkonzerte, Auftritte in den Stadtteilen, Sonderkonzerte, Weihnachts-, Neujahrs- und Karnevalskonzerte wieder dabei. Und weiter sind die Bergischen Symphoniker auch im Internet präsent. Auf einem eigenen You Tube-Kanal spricht Peter Kuhn regelmäßig zu den Konzerten, die Programmhefte der Konzerte stehen eine Woche vorher als Download bereit, und über die Homepage lässt sich ein Newsletter abonnieren. www.bergischesymphoniker.de

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Solingen: Symphoniker bieten Musik aus der "Wunderkammer"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.