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Solingen
Talsperren-Tour durchs Bergische Land

Solingen: Talsperren-Tour durchs Bergische Land
Der Ausblick auf die erste Trinkwasser-Talsperre Deutschlands - die Eschbachtalsperre. FOTO: Sebastian Esch
Solingen. Frank Schopphoff und seine Frau Ulla führen noch einige letzte Überprüfungen an ihren Rädern vor, ziehen die Helme und Handschuhe an und steigen dann auf ihre Fahrräder. Die Strecke, die heute vor ihnen liegt, ist für sie fast Alltag. "Das ist ja noch eine kleine Runde, wir fahren auch gerne viel größere", betont Frank Schopphoff. Von Sebastian Esch

Eine "kleine Runde", das klingt aus seinem Mund ganz leicht daher gesagt - rund 30 Kilometer ist die Strecke lang. Und wer sich im Bergischen Land ein bisschen auskennt, der weiß: Um die eine oder andere Steigung ist einfach nicht herumzukommen. Strampeln und Schwitzen ist also programmiert. "Das macht uns ehrlichweise inzwischen auch etwas zu schaffen. Deshalb haben wir uns vor ein paar Jahren E-Bikes gekauft", sagt Frank Schopphoff. Allerdings sind die beiden auch in einem Alter, in dem das durchaus Sinn macht.

Der Verlauf der "Bergischen Talsperren-Runde" beginnt in Wermelskirchen an der Berliner Straße / Beltener Brücke. "Danach geht es zunächst lange Zeit die Balkantrasse entlang", sagt Schopphoff. Von der ehemaligen Bahnstrecke aus führt der Weg zunächst über Bergisch Bonn und Engelsburg vorbei zur Wuppertalsperre bei Radevormwald (R1a). Ab hier beginnen auch die ersten stärkeren Steigungen. "Meistens hat man auf der Route aber Glück. Es gibt zwar oft Steigungen, die gehen aber selten über zwei Prozent. Gemütlich also", beruhigt der Radler.

Nach Radevormwald geht es anschließend an Lennep vorbei weiter zur Panzer-Talsperre, die 2016 frisch saniert worden ist, und von dort aus durch Remscheid zur Eschbachtalsperre - der ältesten Trinkwasser-Talsperre Deutschlands. Ziel der Rundfahrt ist wieder in Wermelskirchen unter der Beltener Brücke.

Der aufmerksame Radfahrer kann den Weg der Tour eigentlich kaum verfehlen. "Über die ganze Strecke sind Schilder aufgestellt. Man muss nur auf die roten Pfeile achten", erläutert Schopphoff. Allgemein ist die gesamte Route eine einzige Augenweide. Der Ausblick von und auf die Talsperren, der Weg durch die Felder, unter anderem über einen kleinen Teil des berühmten Jakobsweges, sowie der Blick aufs Grün von einem der zahlreichen Feldwege ist traumhaft.

Um sich für die lange Strecke in Form zu bringen, hat Frank Schopphoff sogar eine Idee für einen Anreiz zum Trainieren: "Wermelskirchen nimmt bald an Deutschlands Fahrradkampagne Stadtradeln teil." Die Aktion steht unter dem Motto "Radeln für ein gutes Klima" und startet am 22. Mai. Jeder gefahrene Kilometer von einem der Teams, die in Wermelskirchen wohnen, arbeiten oder zur Schule gehen, zählt. Ziel ist: Menschen fürs Fahrrad zu sensibilisieren. "Wenn man einmal wieder drin ist, geht es von ganz alleine", weiß Schopphoff.

Quelle: RP
 
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