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Solingen
Theatertreppe: Politik erhöht den Druck

Solingen: Theatertreppe: Politik erhöht den Druck
Der alte Zugang von der Konrad-Adenauer-Straße zum Theater und Konzerthaus liegt abseits der bald entstehenden Querung. Eine mögliche neue Treppe wurde aus den Planungen zur Umgestaltung des Theater-Umfeldes ausgenommen. Ein Dauerzustand soll dies nicht sein. FOTO: Köhlen
Solingen. Im Februar startet der zweite Bauabschnitt an der Konrad-Adenauer-Straße - inklusive Fußgängerampel. Richard Schmidt, Bezirksbürgermeister von Mitte, fordert darum erneut eine Theatertreppe. Die Stadt will Bürger beteiligen. Von Martin Oberpriller

Die Vorbereitungen liegen in den letzten Zügen. Zwar gibt es zurzeit noch einige Details zu der künftigen Großbaustelle zu klären. Diese wird die Stadt in den kommenden Wochen mit den beteiligten Baufirmen besprechen. Doch die grundsätzlichen Planungen sind abgeschlossen. Und die Verantwortlichen im Rathaus gehen davon aus, dass bereits im Februar die ersten Bagger auf der Konrad-Adenauer-Straße rollen werden.

Richard Schmidt, Bezirksbürgermeister von Mitte, setzt sich für einen Neubau der Theatertreppe ein FOTO: Mak (Archiv)

Rund 18 Monate sind für diesen zweiten Bauabschnitt des Millionen-Projekts vorgesehen, mit dessen Hilfe sich die Stadt an ihrem nördlichen Zugang zur City ein neueres, modernes Aussehen geben will. Wobei das noch lange nicht alles ist. So befinden sich inzwischen auch die Vorbereitungen zur Neugestaltung des Umfeldes am benachbarten Theater und Konzerthauses in der sogenannten Entwicklungsplanung. Das bestätigte gestern eine Stadtsprecherin auf Anfrage unserer Redaktion.

Für Richard Schmidt (SPD), Bezirksbürgermeister von Mitte, ist dies allerdings eine nur teilweise gute Nachricht. Denn aus seiner Sicht hätte rund ums Theater und Konzerthaus schon längst etwas geschehen müssen - inklusive des augenblicklich auf Eis liegenden Vorhabens, eine neue Verbindung vom Theater zur Konrad-Adenauer-Straße zu errichten.

Aus diesem Grund erhöht Schmidt einmal mehr den Druck. "Wir müssen den Bau einer Theatertreppe zügig umsetzen", erneuerte der Bezirksbürgermeister jetzt ein weiteres Mal seine Forderung, das Projekt nach dem zwischenzeitlichen Aus 2014 wieder in Angriff zu nehmen.

Ob dies jedoch in absehbarer Zeit eine Chance auf Realisierung hat, ist unklar. "Der Bereich um den Eingang zum Theater ist augenblicklich in den Planungen ausgespart", sagte die Sprecherin der Stadt. Zunächst ginge es vor allem darum, andere Veränderungen in Gang zu setzen. "Beispielsweise stehen neue Zuwegungen mit Pflastern und Bänken auf dem Programm", hieß es aus dem Rathaus, wo man sich für die Gegend am Theater und Konzerthaus ein helleres sowie freundlicheres Erscheinungsbild wünscht.

Tatsächlich ist ein verbesserter Zugang von der Konrad-Adenauer-Straße zum Theater aber auch bei der Stadt nicht vom Tisch. Immerhin entsteht im Zuge des zweiten Bauabschnitts an der Adenauer-Straße ein neuer Fußgängerüberweg, der - so ist weiterhin die Planung - eines Tages in Richtung Theater eine Fortsetzung bekommen soll. Der augenblickliche Zustand mit einer seitlich zum neuen Fußgängerüberweg versetzten Treppe sei jedenfalls "kein dauerhafter Vorstand", betonte gestern noch einmal Stadtdirektor Hartmut Hoferichter.

Gleichwohl wollen die Verantwortlichen in der Verwaltung eventuelle Unzulänglichkeiten der Vergangenheit nicht wiederholen. "Ich verspreche mir von der vorgesehenen Bürgerbeteiligung auch zu diesem Thema einiges", sagte Stadtdirektor Hoferichter, der davon ausgeht, dass ein entsprechender Prozess im nächsten halben bis dreiviertel Jahr in Gang gesetzt werden kann. Zunächst gelte es aber, verschiedene Meinungen einzuholen, um auf diese Weise möglichst viele Ideen zur Gestaltung des Haupteingangs zum Theater und Konzerthaus in die Überlegungen mit einzubeziehen.

Ursprünglich war vorgesehen gewesen, den neuen Zugang im Zuge der allgemeinen Umbaumaßnahmen am Theater zu realisieren. Entsprechende Entwürfe scheiterten indes später am Widerstand der Initiative "Wir in Solingen". Mehrere Varianten wurden abgelehnt. Der Initiative war es dabei vor allem darum gegangen, die Querung der Konrad-Adenauer-Straße zu verhindern - die nun dennoch kommt.

Quelle: RP
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