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Solingen
Tierischer Aktionstag im Coppel-Park

Solingen: Tierischer Aktionstag im Coppel-Park
Beim Tier-Aktionstag im Coppel-Park waren auch Heinz-Peter Klöchner von der Wuppertaler DRK-Hundestaffel und Hund "Hardy" mit dabei. FOTO: mak
Solingen. Zwei- und Vierbeiner kommen zum Fest des Vereins Lebenswertes Solingen und der Hundeschule "dog competence". Von Maxine Herder

Der Gustav-Coppel-Park ist voller Leben: Zwischen die Gespräche der Besucher mischt sich das Bellen der vielen Hunde; unweit des kleinen Teichs stößt ein stolzer Hahn sein lautes Krähen aus; und in einem Baum hat sich ein Fischreiher niedergelassen und beobachtet das Geschehen beim Tier-Aktionstag des Vereins Lebenswertes Solingen und der Hundeschule "dog competence". Rund 15 Vereine und Organisationen, die sich mit Tieren, ihrem Schutz, ihrer Haltung und der Natur beschäftigen, sind dafür am Samstag im Hippergrund zusammengekommen.

Auf der großen Wiese am Teich erklimmt Labrador Luna ein Gerüst aus Leitern, Schrägen und Ebenen. Eine leichte Übung für die Hündin: Sie gehört zur Rettungshundestaffel des Kreisverbandes Wuppertal des Deutschen Roten Kreuzes und wird später, gemeinsam mit anderen Rettungshunden, in einer Vorführung ihr Können zeigen. Das, sagt Ausbilderin Andrea Collet, sei allerdings nur ein kleiner Bereich dessen, was die Trümmer- und Flächensuchhunde können müssen. "Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre, dann muss eine Prüfung bestanden werden." Die Ausbildung, die die Hundeführer im Ehrenamt absolvieren, erfordere viel Zeit und Engagement. "Das ist eine sinnvolle und gute Arbeit. Umso wichtiger ist es, dass wir viele Leute haben, die mitmachen möchten und wir uns bei Veranstaltungen wie dieser vorstellen können."

Wenige Meter weiter sind alle Plätze auf den Bänken vor Rosina Kersken besetzt, interessiert lauschen die Zuhörer ihren Ausführungen zum Konzept des positiven Hundetrainings. Seit zwei Jahren trainiert Kersken mit Gruppen ihrer Hundeschule "dog competence" im Park, gemeinsam mit dem Verein Lebenswertes Solingen hat sie den Tag organisiert. "Im Park leben Tiere wie Kaninchen oder Igel, drumherum die Heimtiere. Wir wollten zeigen, wer was für Tiere macht und haben viele Anbieter gefunden."

Christian Hankammer vom Geflügelzuchtverein Fauna in Ohligs hat Bantam-Zwerghühner und Barnevelder Hühner in den Park mitgebracht. "Das Interesse ist groß. Durch die Bedingungen in der Tierhaltung nimmt es auch immer mehr zu. Viele Leute wollen Eier essen, ohne fürchten zu müssen, dass sie mit Antibiotika belastet sind." Zudem sei die Hühnerhaltung ein tolles Hobby: "Es ist einfach schön, sich nach der Arbeit hinsetzen und den Tieren zuschauen zu können."

Zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche wird an mehreren Ständen über die Folgen von Tierversuchen informiert. Einige Mitglieder des Laborbeaglevereins haben ihre zu Tierversuchen gezüchteten und schließlich von den Instituten entlassenen Hunde mitgebracht. Vielen Menschen, sagen sie, sei nicht bekannt, dass auch heute noch in so großem Stil Tierversuche stattfinden.

Die Gräfratherin Britta Hilff ist mit ihrem Hund Moka in den Park gekommen. "Hier sind ganz viele Themen, die mich interessieren. Die Organisatoren haben voll meinen Geschmack getroffen."

Gudrun Bräuer, Vorsitzende des Vereins Lebenswertes Solingen, zieht ein positives Fazit vom Aktionstag: "Wir wollten den Park mit Mensch und Tier, Klein und Groß, Alt und Jung beleben. Das ist uns gelungen."

Quelle: RP
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