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Solingen
Traditions-Festival bietet Jazz mit Gänsehaut-Faktor

Solingen. Jetzt noch ein Gläschen Rotwein. Und vielleicht noch einen bequemeren Stuhl. Dann wäre das musikalische Erlebnis perfekt. Noch bevor der künstlerische Leiter Peter Baumgärtner das Programm der aktuellen Hildener Jazztage vorstellte, gaben drei der sonst fünf Ensemble-Mitglieder von "Lines for Ladies" eine Kostprobe ihres Könnens. Das rauchige Saxophon von Sabine Kühlich, die warme Stimme von Anne Czichowsky und das temperamentvolle Piano von Laia Genc lieferten mit den Stücken "Take five" und "I wish you love" einen Vorgeschmack auf das, was die Gäste des sechstägigen Festivals erwartet: Jazz, in dem sich der Zuhörer wohl fühlen kann wie in einem gut eingelaufenen Schuh. Von Alexandra Rüttgen

"Body & Soul" heißt denn auch das Motto der Jazztage, das hochkarätigen Musikgenuss für Körper und Seele erwarten lässt. Dafür sorgen auch Stargäste wie Alita Moses oder Richard Bona (Bass, Gesang), der bereits mit Größen wie Joe Zawinul, Pat Metheny oder Chick Corea zusammen arbeitete. "Seit vier Jahren bemühen wir uns, diesen Ausnahmemusiker für die Hildener Jazztage zu verpflichten", berichtete Baumgärtner sichtlich erfreut über seinen Erfolg, den in Kamerun geborenen Sänger und Bassisten nun endlich in die Itterstadt geholt zu haben. Richard Bona gastiert am Samstag in der Stadthalle. Kosten sollten die Gäste aber auch das, was all die anderen internationalen Künstler servieren: Eröffnung ist am Dienstag, 24. Mai, mit der Belgierin Caroll Vanwelden, die ihr Projekt "Shakespeare Sonnets 2" vorstellt. Am Mittwoch, 25. Mai, ist die Musikschule Hilden Schauplatz für gleich drei Ensembles. "Wir freuen uns, dass wir als Musikschule mittlerweile auch zur Jazz-Szene gehören", sagte Eva Dämmer und verwies auf einen Workshop, der während der Jazztage ebenfalls in der Musikschule läuft.

Mitschnitte macht der WDR für seinen Kulturkanal übrigens auch in diesem Jahr: Zum Beispiel am Donnerstag, 26. Mai, beim "Jazz im Park" und am Freitag, 27. Mai, im QQTec, wo das "Conrad's Quintett" und Alita Moses auftreten. Letztere wird von Baumgärtner als "aktuelle Sensation der internationalen Jazzszene" bezeichnet.

Musikalische Leckerbissen versprechen am Donnerstag, 26. Mai, aber auch die norwegische Vokalistin Gjertrud Lunde, die in der Reformationskirche gastiert, sowie das Projekt "Romi", ein Zwei-Mann-Ensemble, das mit Keyboard, Schlagzeug und Gesang in der Gottschalksmühle fetten Sound verspricht.

www.hildener-jazztage.de

Quelle: RP
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