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Solingen
Trasse bis nach Ostern zu

Solingen. Der harte Winter verzögert die Wiedereröffnung der Korkenziehertrasse weiter. Wahrscheinlich erst Mitte April wird RWE mit dem Verlegen von Kabeln fertig. Besucher und Sportler müssen sich weiter auf Umwege einstellen. Von Martin Oberpriller

Die Wiedereröffnung der Korkenziehertrasse auf ihrer ganzen Länge verzögert sich weiter. Nachdem Stromriese RWE im Oktober begonnen hatte, unter der beliebten Freizeitpiste Starkstromkabel zu verlegen, war ursprünglich vorgesehen gewesen, die Strecke bis Weihnachten wieder in Gänze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch der harte Winter warf alle Planungen über den Haufen. Anfang Februar, Ende Februar – nun sieht es wohl so aus, als könnte die Trasse zwischen Fuhr sowie Gräfrath erst im April erneut voll nutzbar sein.

Und damit werden sich die Solinger wohl auch Ostern (4./5. April) noch mit den Umleitungen behelfen müssen, die seit dem 5. Oktober als Ausweichstrecken ausgeschildert sind. "Eine so lange Zeit von Frost und Schnee hat es selten gegeben", erklärte gestern Stadtsprecher Lutz Peters auf Nachfrage unserer Zeitung.

Was in Sachen Korkenziehertrasse wiederum zu unvorhergesehenen Problemen führte und die eigentlich gute Absicht aller Beteiligten ins Gegenteil verwandelte. Ursprünglich hatte man nämlich den Startschuss für die Bauarbeiten ganz bewusst in den Herbst gelegt.

Der Plan: Bis Weihnachten sollten die Bauarbeiter die 120 000 Volt-Kabel unter die Strecke gezogen sowie deren alten Terraway-Belag durch Asphalt ausgetauscht haben. Ein Vorhaben, das durchaus etwas für sich zu haben schien, kommt es in unseren Breitengraden doch eher selten vor, dass schon im November/Dezember der Winter Einzug hält. Selten, aber doch nicht ausgeschlossen – nach der ersten Kältewelle im Advent wurde deutlich, dass der Termin nicht zu halten sein würde. Und so ging es weiter: Eine Kaltwetterfront nach der anderen jagte über Solingen und richtete auch in den RWE-Planungen Kollateralschäden an.

"Fünf frostfreie sowie trockene Tage sind nötig, ehe die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können", fuhr Stadtsprecher Lutz Peters gestern weiter fort. Und angesichts der für kommendes Wochenende erneut angekündigten Schneefälle lässt sich leicht ausrechnen, wann dann endlich alles fertig ist. "Nach der Wiederaufnahme der Arbeiten dauert es noch an die fünf Wochen", erklärte Peters. Im Klartext: Rollen ab Anfang März die Bagger, kann Mitte April Vollzug gemeldet werden.

"Es wäre zwar schön, wenn wir es bis Ostern schaffen würden", wollte Artur Pach vom städtischen Betrieb Straßen und Grün dann doch noch nicht alle Hoffnung aufgeben. Aber "versprechen" mochte er angesichts der diesjährigen Wetterfahrungen verständlicherweise auch nichts.

Quelle: RP
 
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