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Solingen
Treppe sorgt weiter für Theater

Solingen: Treppe sorgt weiter für Theater
Noch ist unklar, wie der Bereich vor dem Theater und Konzerthaus gestaltet wird. Eine Lösung könnte im Frühjahr vorliegen. FOTO: Kempner (Archiv)
Solingen. Voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr wird die Verwaltung eine Alternative zur einst geplanten und dann verworfenen Theatertreppe vorlegen. Die Bürger sollen in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Von Uwe Vetter

Der neue Aufzug im Innenhof des Theater und Konzerthauses wird gläsern sein. Auch der gesamte Innenhof wird neu gestaltet. So werden die Waschbetonplatten ersetzt, die sich teilweise gesenkt haben. Der Springbrunnen muss jedoch weichen, da zwischen dem Wasserbecken und dem neuen Aufzug nur noch ein viel zu schmaler Durchgang bleiben wird.

Baustart dafür und für weitere Verschönerungen rund ums Theater soll im Januar sein. Zu diesem Zeitpunkt geht auch der Umbau der Konrad-Adenauer-Straße zwischen Rathaus und Theater an den Start. Die Planungen liegen im grünen Bereich, einzig eine Alternative für die von einer Bürgerinitiative bereits im Frühjahr 2014 gekippte Theatertreppe steht nach wie vor eine Lösung aus - und ist derzeit auch nicht in Sicht. "Hier ist bislang nichts geschehen", sagt Bezirksbürgermeister Richard Schmidt, "uns wurde keine neue Planung vorgelegt".

Für den SPD-Politiker ist eine Zuwegung zum Eingang des Theater und Konzerthauses - dort, wo die Treppe vorgesehen war - aber zwingend erforderlich. Denn in Höhe der Christians-Villen hin zum Theater wird ein neuer, ebenerdiger Überweg mit Ampel angelegt. "In unserer Sitzung am 11. Februar 2016 kommt das auf die Tagesordnung", sagt der Chef der Bezirksvertretung Mitte.

Einen Tag nach Aschermittwoch hofft Richard Schmidt, von der Verwaltung dann konkrete Pläne für die Zuwegung zum Theater zu bekommen. "Darüber müssen wir in der Bezirksvertretung und im Planungsausschuss diskutieren", betont der Bezirksbürgermeister.

Nachgebesserte Entwürfe der Treppe waren schon im vergangenen Jahr durch eine Kommission begutachtet worden. Doch ein abschließendes Ergebnis liegt bis zum heutigen Tag nicht vor, da die Kommission sich auf einen wirtschaftlich besseren Entwurf nicht einigen konnte. "Die Bezirksvertretung Mitte ist in der Kommission nicht mit eingebunden gewesen", sagt Schmidt.

Stadtdirektor und Baudezernent Hartmut Hoferichter erläutert, dass bei den Planungen zur Verschönerung des Theaterumfeldes "der Hangbereich" herausgenommen wurde, weil die Kommission sich nicht auf ein Ergebnis einigen konnte. Planungen für eine "geeignete Lösung, gleichwohl keine Treppe" hin zum Eingang des Theaters wird es nach Angaben von Hoferichter wohl erst im kommenden Frühjahr geben. "Die Vorschläge als Ersatz für die Treppe werden dann mit Bürgern diskutiert und danach kann eine Entscheidung getroffen werden", sagt der Stadtdirektor. "Derzeit", versichert Hoferichter, gebe es für den Hangbereich noch keine Lösung.

Mit rund 18 Monaten Bauzeit rechnet die Stadt für den weiteren Umbau der Konrad-Adenauer-Straße. Allerdings konnte der erste Abschnitt zwischen Mumm- und Merianstraße, für den ebenfalls eineinhalb Jahre vorgesehen waren, schon nach einem Jahr abgeschlossen werden. Der zweite Abschnitt sei unter technischen Gesichtspunkten aber deutlich komplexer als der erste, heißt es vonseiten der Verwaltung. So wird im Zuge der Bauarbeiten unter anderem der Fahrbahnteiler verschwinden, der Fußgängertunnel geschlossen und zurückgebaut. In Höhe Potsdamer Straße wird ebenso wie am Theater ein ebenerdiger Überweg angelegt. Auch die Führung der Obusse verändert sich: Während die Fußgängerrampe an der Rathausseite zurückgebaut wird, wird eine provisorische Haltestelle auf dem Parkstreifen zwischen der Einmündung Potsdamer Straße und Christians-Villen eingerichtet.

Quelle: RP
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