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Solingen
Uhlenberg stellt sich Schülerfragen

Solingen. Der Vizepräsident des nordrhein-westfälischen Landtags besuchte gestern die Hauptschule Höhscheid. Von Sandra Grünwald

Die Hauptschule Höhscheid bekam am Dienstagvormittag hochrangigen Besuch. Gleich zwei Landtagsabgeordnete - Iris Preuß-Buchholz von der SPD und Arne Moritz von der CDU - waren zu Gast. Ebenso der Bürgermeister Ernst Lauterjung (SPD). Sie unterstützten den 1. Vizepräsidenten des Landtages Nordrhein-Westfalen, Eckhard Uhlenberg, der sich den Fragen der Schüler stellte.

Auf die Idee, Politiker in die Schule einzuladen, kam Lehrerin Susanne Wirths. Sie unterrichtet eine Vorbereitungsklasse Jahrgang 7, in der nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Jugendliche aus unterschiedlichen europäischen Ländern untergebracht sind. "Sie haben sich zum Thema Politik Gedanken gemacht", erklärt Schulleiterin Gabriele Racka-Watzlawek.

Die Schüler lernen in den Vorbereitungsklassen nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch die deutsche Kultur. "Und dazu gehört die Politik", meint Susanne Wirths. "Bei uns ist die Politik nicht in einem Palast eingeschlossen, beschützt von Soldaten, bei uns kommt die Politik in den Klassensaal." Das sollten die zukünftigen Neubürger selbst erleben. So hatte sich die Vorbereitungsklasse gemeinsam mit Susanne Wirths Fragen überlegt.

Doch auch aus den anderen Vorbereitungsklassen kamen interessierte Schüler dazu, ebenso der Schülersprecher Almen Omer und sein Stellvertreter. Nachdem Dorothea Dietzsch vom Landtagsbüro zunächst einen Tag im Leben des Landtags-Vizepräsidenten geschildert hatte und ein wenig auf die Arbeit des Landtages eingegangen war, erzählten Arne Moritz und Iris Preuß-Buchholz von eigenen Erlebnissen im Petitionsausschuss. Dann stellte sich Eckhard Uhlenberg persönlich vor. Der 67-jährige Soester ist einer der dienstältesten Mitglieder des Landtages. Bereits 1980, im Alter von 32 Jahren, wurde der Landwirt in den Landtag gewählt.

Offen und locker begegnete er den Fragen der Schüler, die sich fast ausschließlich um Asylrecht, Bleiberecht und die Problematiken drehten, mit denen Flüchtlinge derzeit konfrontiert werden. Wie denn die Einschränkung des Familiennachzugs mit dem Schutz der Familie zusammengehe? Wie lange die Flüchtlinge in den Sporthallen bleiben müssen? Ob die Flüchtlinge wieder zurückgeschickt werden, wenn in Syrien kein Krieg mehr ist? "Das kommt natürlich auf die Situation an, aber es ist wichtig für solche Länder, dass junge, gut ausgebildete Menschen wieder zurückkehren, um ihr Land wieder aufzubauen", erklärte Uhlenberg.

Auch die Geschehnisse der Silvesternacht in Köln beschäftigten die Schüler. "Welche Strafe bekommt so einer?", will eine Schülerin wissen. Durch die direkte Begegnung bekamen die Schüler einen guten Eindruck von der nicht immer einfachen Arbeit der Landtagsabgeordneten.

Quelle: RP
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