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Was Nebenan Passiert Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid
Umbau Bonner Straße frühestens 2020

Was Nebenan Passiert Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid: Umbau Bonner Straße frühestens 2020
Die Einmündung zur Hackhauser Straße soll eingeengt werden, um keinen Verkehr in die künftige Tempo 30-Zone hineinzulocken. Die Möglichkeit zum Wenden, um in die Langhansstraße oder auf die Viehbachtalstraße zu kommen, soll erhalten bleiben. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Dem Landesbetrieb Straßen fehlen die Gelder. Die Stadt will die Einmündung zur Hackhauser Straße trotzdem vorab einengen. Von Guido Radtke

An Wochentagen steuert alle 20 Minuten ein Bus der Linie 792 die Haltestelle Engelsberger Hof an und blockiert damit für einen kurzen Moment die Spur zur Viehbachtalstraße. Zu Stoßzeiten bedeutet das einen Rückstau auf der Bonner Straße, da die Rechtsabbieger warten müssen, bis sich der Bus wieder zurück auf die Geradeaus-Spur in den fließenden Verkehr eingefädelt hat.

Die Verlegung der Haltestelle in Fahrtrichtung Ohligs auf Höhe des Autohauses hatten die Mitglieder der Bezirksvertretung Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid in ihrer November-Sitzung als gute Möglichkeit erachtet, die Situation zu entschärfen. Als das Thema Anfang März zur weiteren Beratung erneut auf der Tagesordnung stand, erinnerte sich jedoch kaum einer der Stadtteil-Politiker an den Beschluss, den die CDU per Antrag jetzt wieder rückgängig machen wollte. Fraktionssprecher Robert Lipphardt äußerte die Sorge, dass sich Rückstaus bis zum Kreuzungsbereich Langhansstraße / Bonner Straße bilden können, wenn der Bus die heutige Rechtsabbiegespur zur Hackhauser Straße blockiere. "Die Fahrbahn wird zu eng. Dieser Eindruck hat sich vorige Woche bei einer Begehung durch die Kommission Straßen und Wege bestätigt."

Mitglieder anderer Fraktionen hingegen haben inzwischen wieder die ursprüngliche Position eingenommen. Juliane Hilbricht (Grüne) beispielsweise ist davon überzeugt, dass es bei einer Verlegung der Haltestelle und einer Einengung der Einmündung zur Hackhauser Straße mehr Gewinner als Verlierer geben werde. Auch Hiltrud Naßmacher (SPD) glaubt nicht, dass der Bus bei starkem Verkehr ein Hindernis darstelle.

Sonja Häcker vom Stadtdienst Planung machte noch einmal deutlich, dass Fahrzeuge nicht in die Hackhauser Straße hineingelotst, sondern über die Südstraße geführt werden sollen. "Im Grunde genommen ist diese Maßnahme nur ein erster Schritt zur kompletten Neumarkierung der Bonner Straße, damit in fünf Jahren die Hackhauser Straße nicht noch einmal umgebaut werden muss." Für die L 288 ist nämlich der Landesbetrieb Straßen zuständig, der gerade erst signalisiert hat, die Bonner Straße frühestens 2020 umgestalten zu können.

In Zuge dessen wird im Übrigen auch erst die Bushaltestelle verlegt. Weil der Antrag der CDU bei einem Patt keine Mehrheit gefunden hat, bleibt der November-Beschluss bestehen.

Quelle: RP
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