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Solingen
Union Solingen war sein Lebenswerk

Solingen: Union Solingen war sein Lebenswerk
Rüdiger Niederberger prägte rund 50 Jahre lang vor allem das Gesicht der Union-Jugend. Zuletzt wurde er zum Ehrenpräsidenten des Vereins ernannt. FOTO: Köhlen (Archiv)
Solingen. Rüdiger Niederberger ist tot. Die Union-Legende starb an den Ostertagen nach langer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren. Jahrzehntelang hatte Niederberger als Jugendtrainer, Jugendobmann, Vorstandsmitglied und auch als Vereinsvorsitzender von Union Solingen, heute BSC Union, den Verein und den gesamten Solinger Fussball geprägt.

"Voller Schmerz und Trauer erreichte uns die Nachricht vom Tod Rüdiger Niederbergers. Unser allerhöchsten Respekt und Dank gebührt ihm für sein Lebenswerk Union Solingen", schreibt der Vorstand der Ohligser auf seiner Facebook-Seite. "In guten wie in schlechten Zeiten stand Rüdiger Niederberger für seine Union ein. So verdanken wir ihm auch die Existenz des heutigen BSC Union Solingen. Selbst in den Krisenzeiten der Insolvenz verließ er nicht wie andere das sinkende Union-Schiff. Ganz im Gegenteil. Rüdiger Niederberger übernahm einmal mehr Verantwortung und rettete die Union vor dem endgültigen Ende. Außerdem setzte er sich entscheidend für die Fusion mit dem BSC Aufderhöhe ein."

"Rund 50 Jahre war er das Gesicht der Union-Jugend. Er war der Chef eines der größten ,Kindergarten' in Solingen. Seine Arbeit im Jugendbereich prägte viele Solinger Fußballspieler", schreibt Willi Hök, der jahrzehntelang im Verein mit Niederberger zusammengearbeitet hat. Erst nach Gründung des OFC Solingen, für den sich Hök seitdem engagiert, trennten sich die Wege der beiden Union-Urgesteine.

Besonders seine sehr erfolgreiche Jugendarbeit machte Niederberger für die Blau-Gelben wertvoll und unersetzlich. Mit ihm erreichte die Jugendabteilung des Ohligser Vereins viele Erfolge. Generationen lernten unter seiner "Regie" als Trainer und Obmann das Fußballspielen.

Die Ernennung Rüdiger Niederbergers zum Ehrenpräsidenten im vergangenen Herbst war für den neuen Union-Vorstand, dem Niederberger aus gesundheitlichen Gründen schon nicht mehr angehören konnte, selbstverständlich. "Doch selbst diese Ehrung reicht bei weitem nicht aus, um unseren Respekt und unsere Dankbarkeit Niederberger gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Wir verneigen uns vor einem großen Menschen, dem der Verein Union Solingen unfassbar viel zu verdanken hat. Es ist ein Mensch von uns gegangen, dessen Herz durch und durch blau-gelb war und stets für seine Union schlug."

(mit)
 
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