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Eisenwarenmesse
Unternehmen erweitern ihre Fertigung

Solingen. Martor und NWS haben Pläne für die Erweiterung der Unternehmen; die Mozart AG feiert in Kürze bereits das Richtfest. Von Uwe Vetter

Geschnitten wird immer. Ob im Logistikbereich, im Einzelhandel, bei der industriellen Fertigung, selbst in Flugzeugen oder in Discountern, wenn beispielsweise Waren in Kartons angeliefert werden. Professionelles Schneidwerkzeug braucht es da, um die Kartons aufzutrennen. Und für all diese Bereiche liefert die Martor KG aus Gräfrath die passenden Schneidwerkzeuge. "Manche Mitarbeiter machen über 7000 Schnitte am Tag", sagt Andreas Kieper, "hier geht es auch um Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit", ergänzt der Leiter Gesamtvertrieb von Martor. Und in diesem Bereich sei Martor europaweit einer der führenden Anbieter, nicht nur von sicheren, sondern auch von hochwertigen Schneidwerkzeugen made in Solingen.

Entsprechend gefragt sind die Produkte des Unternehmens auf der Eisenwarenmesse gewesen, die gestern in Köln nach drei Tagen wieder ihre Tore schloss. "Die Resonanz an unserem Messestand war sehr gut", so Andreas Kieper, der sich auch über Designpreise freut. So wurde das Sicherheitsmesser Secunorm 380 2015 mit dem reddot Award ausgezeichnet, zudem mit dem IF Design Award 2016 und dem German Design Award 2016. Letzteren Preis erhielt Martor auch für das Sicherheitsmesser Secupro 625 mit vollautomatischem Klingenrückzug. Das bedeutet hohe Sicherheit. "Dieses Messer verkauft sich ausgesprochen gut", so Kieper.

Martor (125 Beschäftigte) ist weiter auf Wachstum ausgerichtet. Mit ein Indiz dafür sind Neubaupläne für Verwaltung, Fertigung und Lager am Heider Hof in Gräfrath. "Wir werden 2017 mit dem Neubau beginnen und ihn mit dem alten Gebäude verbinden", kündigt Kieper an. Bezugsfertig soll der Neubau 2018 sein.

Neu bauen oder aber in eine geeignete gebrauchte Immobilie investieren will das Familienunternehmen NWS Germany Produktion W. Nöthen (135 Mitarbeiter). "Es gibt einige interessante Flächen, wir müssen aber nicht von heute auf morgen entscheiden, sondern warten, bis wir das Passende gefunden haben", sagt Michael Adams. Der Marketingleiter und Prokurist des Unternehmens von der Röntgenstraße sieht eine Entscheidung beziehungsweise Umsetzung der Baupläne deshalb auch erst in eineinhalb bis zwei Jahren anstehen.

Im Mittelpunkt auf der Kölner Eisenwarenmesse standen vielmehr die NWS-Produkte, insbesondere Zangen. Funktion, Qualität und funktionales Design - "damit heben wir uns vom Wettbewerb ab, wir sind im hochwertigen Segment unterwegs", sagt Michael Adams, der sich mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden zeigt. Auch mit den vergangenen Geschäftsjahren: "2014 und 2015 waren sehr gute Jahre. Wir hoffen nun auf einen guten Verlauf 2016."

"Stabiles Wachstum" - darauf baut auch die Mozart AG aus dem Industriegebiet Schmalzgrube. Viele Kunden waren zum Messestand nach Köln gekommen, die von der hohen Qualität des führenden Herstellers von technischen Klingen (115 Beschäftigte) angetan sind. "Unsere Produkte findet man nicht im Baumarkt", sagen Sebastian Schlipköter - die vierte Generation im Unternehmen -, Rudolf Simon und Christian Klein. Während Martor und NWS ihre Neubaupläne erst noch konkret anpacken müssen, ist die Mozart AG schon einen Schritt weiter: Am Firmenstandort wird die Produktionsfläche derzeit erweitert: "Im Mai ist Richtfest, im Sommer wollen wir einziehen", sagt Sebastian Schlipköter.

Hochwertige Klingen in jedweder Form für die verschiedensten Industriebereiche stellt die Lutz GmbH & Co. KG aus Gräfrath her, Sebastian Ploch war mit der Messe zufrieden.

Erstmals mit dabei war Stefan Bahns (Burgvogel), und zwar am Bergischen Gemeinschaftsstand. "Wir haben neben unseren Kochmessern auch Werkzeugmesser beziehungsweise Messer für die Industrie im Programm. Diesen Bereich wollten wir hier in Köln einmal in den Mittelpunkt stellen", sagt Stefan Bahns.

Quelle: RP
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