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Solingen
Verfolgte Künstler und Architekten als NS-Opfer

Solingen. Die Ermordung von Christen, die sich öffentlich zu ihrem Glauben bekennen, klingt wie eine weit entfernte Vergangenheit. Sie ist jedoch hochaktuell, denn Christen werden unter anderen im Iran und vom sogenannten Islamischen Staat verfolgt.

"Der Blick auf unsere eigene Vergangenheit ist daher eine Möglichkeit, die systematische Verfolgung Andersdenkender zu thematisieren und zu hinterfragen", kündigt Judith Schönwieser vom Zentrum für verfolgte Künste den Vortrag von Prälat Prof. Dr. Helmut Moll an. Thema am 21. September um 19 Uhr ist dann: "Dem Vergessen entreißen! Verfolgte Künstler und Architekten als Opfer der NS-Ideologie"

Im 20. Jahrhundert war der Nationalsozialismus einer der prägendsten historischen Einschnitte. Viele Menschen haben zwischen in den Jahren zwischen 1933 sowie 1945 ihr Leben für ihre christlichen Überzeugungen gelassen - die meisten von ihnen sind allerdings bis heute unbekannt.

Neben Kirchenmännern befinden sich unter ihnen auch Laien. Prälat Prof. Dr. Helmut Moll hat als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz das zweibändige Werk "Zeugen für Christus. Das Deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts" herausgegeben. In seinem Vortrag im Solinger Zentrum für verfolgte Künste wird Helmut Moll einen besonderen Schwerpunkt auf christliche Künstler und Architekten legen, die Gewaltopfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft wurden. Unter ihnen befand sich beispielsweise auch der Architekt Kuno Kamphausen (1900 - 1934), der am 30. Juni 1934 von der SS auf offener Straße hingerichtet wurde.

Prof. Dr. Helmut Moll hat katholische Theologie und Geschichte an den Universitäten in Bonn, Tübingen, Rom, Regensburg und Münster studiert. Seit dem Jahr 1998 ist er Beauftragter für Selig- und Heiligsprechungsverfahren im Erzbistum Köln. Über 900 Lebensbilder katholischer Märtyrer hat Helmut Moll in Zusammenarbeit mit 160 Fachleuten aus allen 27 Diözesen Deutschlands zusammengetragen.

(red)
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