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Solingen
Viel Arbeit an Stegen in der Ohligser Heide

Solingen: Viel Arbeit an Stegen in der Ohligser Heide
Forstwirtschaftsmeister Frank Stiehler erneuert mit seinen Kollegen in der Ohligser Heide einen von drei Holzstegen. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Die Instandhaltung der Wege durch das sumpfige Gelände ist zeitaufwändig. Von Alexander Riedel

Noch sieht das Holz, auf dem Spaziergänger oder Radfahrer künftig trockenen Fußes das austretende Grundwasser überqueren, ungewohnt hell aus. Ein bisschen wie aus dem Baumarkt. Das werde sich jedoch durch die Umwelteinflüsse relativ schnell ändern, stellt Frank Stiehler klar. Wer am Hermann-Löns-Weg unmittelbar neben dem Waldfriedhof in die Ohligser Heide einbiegt, wird dem Forstwirtschaftsmeister derzeit oft bei der Arbeit begegnen. Schließlich verbringt er mehr als sechs Stunden täglich im idyllischen Quellgebiet des Heidebachs, um dort - unterstützt von Kollegen - einen der drei Holzstege in der Heide zu erneuern.

Die waren entstanden, als die Stadt das schachbrettartige Wegenetz durch das Naturschutzgebiet zurückgebaut und die fließenden Gewässer aus den Rohren befreit hatte. "Durch das feuchte Milieu sind die Stege unterhaltungsintensiv", erklärt Dr. Klaus Strehlau, Leiter des Stadtdienstes Natur und Umwelt. Regelmäßig müssen schadhafte oder abgenutzte Teile ersetzt werden. Die Rammpfähle, die den mit zertifizierten Hölzern gebauten Weg tragen, seien innerhalb von zehn bis 20 Jahren verrottet, sagt Stiehler. Auch Vandalismus mache mitunter zu schaffen.

Die komplette Erneuerung des letzten Steges vor der Gabelung des Wanderweges nahm bis jetzt etwa zehn Tage in Anspruch. Eine Woche soll es noch etwa dauern, bis auch eine Rampe an den Enden der zwölf Meter langen Holzkonstruktion den Weg wieder barrierefrei passierbar macht. "Dazu nutzen wir Grauwacke", erklärt Stiehler.

Der besondere Clou des Stegs ist seine Bauweise: Für den hat die Abteilung Wald und Landschaft im Stadtdienst Natur und Umwelt eine Art Baukastensystem entwickelt, in dem er auf dem Betriebshof gefertigt wurde. Das ermöglicht es, sämtliche Elemente, falls nötig, auszutauschen. Die Nutzung von Kant- und Rundhölzern soll die Wege wiederum länger begehbar machen.

Diese hat Frank Stiehler ohnehin weiter im Blick: Neben der regelmäßigen Instandsetzung stehen nämlich weitere Baumaßnahmen in der Ohligser Heide in absehbarer Zeit auf der Agenda, wie der Forstwirtschaftsmeister berichtet: Die anderen beiden Stege müssten wohl in voraussichtlich drei und vier Jahren erneuert werden. Insgesamt bewirtschaftet die Stadt in dem Naturschutzgebiet 100 laufende Meter Holzstege.

Der Stadtdienst verbaute für den Steg Material im Wert von 3400 Euro. Die Hälfte dieser Kosten übernahm das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Naturschutz-Programms. Weitere 2500 Euro fallen bei dem Projekt an Personalkosten an.

Quelle: RP
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