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Solingen
Viel Zirkus beim Merscheider TV

Solingen. Die Turnhalle wird verdunkelt, die Scheinwerfer tauchen die Szene in gelbes, rotes und grünes Licht. Musik setzt ein - die Vorstellung beginnt: 13 Jungs und Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren zeigen ein rasantes Programm, das damit beginnt, über Kasten und von Trampolinen zu springen. Darauf verwandeln sich die Akrobaten in Jongleure. Mit bunten Tüchern und Bällen jonglieren sie, aber lassen auch Scheiben auf langen Stöcken kreisen, manche fahren dabei sogar mit dem Waveboard. An Stoffbahnen klettern zwei Mädchen empor und führen Kunststücke vor, was das Publikum zu begeistertem Applaus animiert. Ebenso die akrobatischen Figuren, die zum Abschluss alle zusammen bilden. Von Sandra Grünwald

Das bunte Zirkusprogramm wird mit viel Beifall belohnt. Eine ganze Woche haben die Kinder jeden Tag sechs Stunden an den Übungen und Figuren gearbeitet. Natürlich wurden dazwischen auch Spiele gemacht und Pausen mit Obst und Saft eingelegt.

Es ist bereits das vierte Zirkusprojekt, das der Merscheider Turnverein auf die Beine gestellt hat. Finanziert wurde es im Rahmen des Kulturrucksacks. Als integratives Projekt nahmen auch vier Flüchtlingskinder und ein Kind mit Behinderung teil. "Die vier Jungs aus dem Kosovo können nur bruchstückhaft Deutsch", sagt Sportwart Volker Eigemann, der gemeinsam mit seiner Tochter Rieke und Lisa Hornung das Zirkusprojekt durchgeführt hat, "aber es hat trotzdem geklappt."

Die meisten kannten sich anfangs nicht und sind in dieser Woche zu einem Team zusammengewachsen. Alle sind dabeigeblieben und bei der Abschlussvorstellung mit voller Konzentration bei der Sache. "Es gab welche, die sich am Anfang nicht richtig getraut haben", erzählt Lisa Hornung, "und heute stehen sie alle freiwillig auf der Bühne". Und nicht nur mit dem besten Freund, sondern in allen Konstellationen. Auch Ron Koke hat sich zusammen mit seinem Freund für den Zirkus angemeldet. "Es war ein bisschen anstrengend", sagt er, "aber schön." Vor allem auf die Nummern, die sie in der Zeit erarbeitet haben, ist der Elfjährige stolz. "Am meisten Spaß hat mir das Waveboardfahren gemacht", verrät er. Früher hat er mal Badminton gespielt, jetzt macht er nur noch in der Schule Sport. Da war das Zirkusprojekt ein tolles Erlebnis.

Quelle: RP
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