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Solingen
Viel Zuspruch für den Rommelmarkt

Solingen. In langer Schlange harrten die Kaufwilligen vor den Toren der Kindertagesstätte Grashüpfer auf Einlass. Von Sandra Grünwald

Aus den Wolken strömt der Regen, doch das konnte am Samstagabend die vielen interessierten Mütter und Väter nicht davon abhalten, sich mit Schirm und Regenmantel bewaffnet vor der Kindertagesstätte Grashüpfer an der Erholungsstraße aufzustellen. Denn hier fand der Nachttrödelmarkt, der in Solingen unter dem Titel "Rommel" die Runde gemacht hat, statt. Zwischen 20 und 23 Uhr konnten hier die kaufwilligen Eltern an den Ständen von 50 Verkäufern stöbern, suchen, auswählen.

"Jedem Verkäufer steht ein Tisch und eine Bank zur Verfügung", erklärt Anke Singer, die den "Rommel" mit organisiert. Das Besondere an diesem Trödelmarkt ist, dass die Käufer sich an allen Ständen etwas aussuchen dürfen und am Ende dann an der zentralen Kasse alle Sachen zusammen bezahlen können. Denn die zum Verkauf angebotenen Kleider, Spielsachen und Kinderwagen sind alle mit Preiszetteln ausgezeichnet, auf welchen auch die Verkäufernummer aufgedruckt ist. "Durch die Verkäufernummer werden die Sachen dann den jeweiligen Verkäufern zugeordnet", erklärt Anke Singer.

So bequem dieser "Rommel" für die Käufer ist, so viel Arbeit macht er den Veranstaltern - alles engagierte Eltern der Kita Grashüpfer. Denn nach Verkaufsschluss müssen alle durcheinandergeratenen Sachen wieder den jeweiligen Verkäufern auf den Stand gelegt werden, die Preiszettel dazu und ein Umschlag mit dem erzielten Verkaufserlös. "Wir sind dann bis zwei oder drei Uhr am Morgen beschäftigt", verrät Anke Singer. Vor fünf Jahren kamen Pamela Gevelhoff und Christiane Eberhardt auf die Idee, einen Trödelmarkt für Eltern am späten Abend zu organisieren.

Das hat den Vorteil, dass die kleinen Kinder bereits im Bett sind und die Eltern in Ruhe trödeln gehen können. Nach einem privaten "Rommel" entschlossen sie sich jedoch, diesen Trödel künftig für die Kita Grashüpfer zu organisieren. So kommen die Standgebühr sowie fünf Prozent des Verkaufserlöses der Kita zugute. Begonnen wurde mit zwölf Ständen. Damals wurde an der Kasse noch alles im Kopf zusammengerechnet. Das geht bei den inzwischen 50 Verkäufern nicht mehr. Nun erledigt das ein Barcode und ein Lesegerät. Trotzdem arbeiten im harten Orga-Team zwölf Leute mit und beim "Rommel" selbst nochmal sechs zusätzlich.

"Wir machen das alle ehrenamtlich", betont Anke Singer. Zweimal im Jahr wird der "Rommel" veranstaltet. Einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. "Damit es jahreszeitlich passt", so Singer. Die Idee kommt in jedem Fall gut an. Es können gar nicht alle Kaufwilligen auf einmal in die Kita, durch die sich schon die Mütter und Väter drängen. An engen Gängen ist kein Durchkommen mehr. "Ich finde das klasse, dass es so spät stattfindet", sagt Mutter Simone Brauch. "Mein Mann passt auf die Kinder auf und ich kann ganz entspannt hier einkaufen."

Einige Shirts und Jäckchen hat sie schon gefunden. Und später möchte sie noch in die Lounge "einen Cocktail trinken. Zum krönenden Abschluss".

Quelle: RP
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