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Solingen
Viel Zuspruch für den Sonntagseinkauf

Solingen: Viel Zuspruch für den Sonntagseinkauf
Auf der Düsseldorfer Straße in Ohligs war gestern Nachmittag beim verkaufsoffenen Sonntag viel Betrieb. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. In Ohligs, Wald und Höhscheid hatten gestern die Geschäfte geöffnet. Bereits für den Samstag hatte der Handelsverband eine höhere Kundenfrequenz verzeichnet als für den Samstag zuvor. Von Maxine Herder

Es war viel los gestern Nachmittag auf der Düsseldorfer Straße: Unzählige Besucher schlenderten durch die Fußgängerzone, verweilten an den Buden des Weihnachtsmarkts oder stöberten in den zum verkaufsoffenen Sonntag geöffneten Geschäften nach Weihnachtsgeschenken. Wie bei Schlemper Moden: "Wir verkaufen viele Geschenk-Gutscheine, aber auch Strickjacken, Pullover und Blusen", erzählte Verkäuferin Irmhild Fehr. Dabei sei nicht nur der verkaufsoffene Sonntag erfolgreich gewesen. "Auch am Samstag lief es bereits gut", so Fehr. Sie ist überzeugt, dass der Weihnachtsdürpel - der nun auch wieder verstärkt in der Fußgängerzone stattfindet - seinen Teil zur Belebung beigetragen hat. "Der Weihnachtsmarkt gehört dazu und ist ganz wichtig für die Stimmung der Kunden."

Dies bestätigte Ruth Deus, stellvertretende Geschäftsführerin des Handelsverband Nordrhein-Westfalen - Rheinland (HVR). "Der zweite Adventssamstag verlief für die Mehrzahl der Einzelhändler im Verbandsgebiet zufriedenstellend. Die vielerorts stattfindenden Weihnachtsmärkte sorgten für eine deutliche Belebung der Einkaufsmeilen im Vergleich zum Wochengeschäft." Dies habe eine repräsentative Umfrage des HVR bei Betrieben im gesamten Verbandsgebiet ergeben.

"Die Kunden müssen flanieren und verweilen können", ist auch Aida Glindmeier überzeugt. Seit September führt sie in der Düsseldorfer Straße ihr Geschäft "Schoko Laden Reich" - und freute sich über ein erfolgreiches zweites Adventswochenende. "Mit dem Blick auf Nikolaus wurden am Samstag natürlich vor allem Schoko-Artikel nachgefragt." Aber auch bunte Teller und individuell zusammengestellte Pralinenmischungen hätten sich gut verkauft. "Auch der Sonntag war ein Erfolg. Am Wochenende ist es einfach ruhiger, die Menschen sind entspannter. Ich sehe verkaufsoffene Sonntage aus diesem Grund auch sehr positiv."

Auch einige Kilometer weiter, in Wald, hatten gestern Nachmittag einige Einzelhändler geöffnet - wenn auch etliche Geschäfte geschlossen blieben. "Natürlich wäre es deutlich schöner, wenn mehr Geschäfte auf hätten. Der verkaufsoffene Sonntag ist auch eine Chance, den Stadtteil trotz Leerständen attraktiv zu halten", sagte Rainer Francke, Vorsitzender des Walder Werberings und Mitinhaber der Buchhandlung Bücherwald.

Zugleich, betonte er, könnten sich die Geschäfte, die geöffnet hätten, über eine positive Resonanz freuen, insbesondere auch durch die Verbindung mit dem Weihnachtsmarkt im Rundling. "Mit Anbruch der Dunkelheit erwartet die Besucher hier ein sehr schönes Bild. Der Samstag war bereits ein guter Verkaufstag. Es spricht nichts dagegen, dass der verkaufsoffene Sonntag wie in den Vorjahren ein Erfolg wird", so Francke gestern Nachmittag.

Auch Manfred Hahn, der auf der Friedrich-Ebert-Straße seinen Weinladen betreibt, bedauerte, dass so viele Geschäfte gestern geschlossen blieben. "Das hat wahrscheinlich aber auch etwas mit der Struktur der Läden hier zu tun."

Für ihn gehe es am verkaufsoffenen Sonntag am Nikolaustag weniger um den Umsatz. "Für mich ist das vor allem ein Tag mit einer besonderen Atmosphäre und netter weihnachtlicher Stimmung." Dafür gab es im Weinladen nicht nur Glühwein gegen eine Spende - Manfred Hahn will mit den Einnahmen eine Kindereinrichtung im Stadtteil unterstützen - sondern auch eine vorweihnachtliche Lesung mit Olaf Link. "Wir tragen so gerne dazu bei, dass hier ein bisschen was los ist."

Quelle: RP
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