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Solingen
Viele Förderer stehen hinter dem Kids-Club

Solingen. "Jeder ist willkommen", sagt Pastor Gunter Opitz. Er und die Mitstreiter holen Kinder und Jugendliche von der Straße.

Alicia ist 14, ihre Freundin Kaya ist 13, und auch die zehnjährige Chyra sitzt mit am Tisch. Die drei Schülerinnen sind nach dem Unterricht beinahe täglich im Felix Kids-Club. An diesem Mittag gibt es Nudelauflauf mit Salat. "Hier ist immer etwas los", sagen sie.

Die Älteren helfen den Jüngeren bei den Hausaufgaben. Sport, Spiele, kreative Aktionen oder einfach nur erzählen, und natürlich das Mittagessen mit Nachtisch - dies ist ebenfalls Programm des beispielhaften Anlaufpunktes für Kinder, Jugendliche und Eltern auf frei gewordenen Ladenflächen in den Clemens-Galerien. "Wir wollen ein kostenloses, niederschwelliges Angebot für alle Religionen und sozialen Schichten schaffen", sagt Gunter Opitz.

Der Pastor, den die Kinder Felix nennen und der sich manchmal mit Kostüm in die gleichnamige, bunte Kunstfigur verwandelt, hat mit vielen Mitstreitern mitten in der City einen Familientreff geschaffen. "Der Kids-Club holt die Kinder von der Straße. Das ist bemerkenswert", sagen Förderer.

Vor gut einem Jahr ist der Treff von der Grünewalder Straße, einem ehemaligen kleinen Laden, auf die über 1700 Quadratmeter im ersten Stock der Clemens-Galerien gezogen. Rund 1000 Kinder und Jugendliche sind inzwischen wöchentlich zu Gast. "Jedes Kind ist willkommen", sagt Gunter Opitz. "Wir machen alles ehrenamtlich und verzichten auf öffentliche Gelder." Gut 2500 Kinder und Jugendliche sind derzeit angemeldet im Kids-Club, und etwa 130 Eltern. Integration ist hier kein theoretisches Gedankenmodell, sondern wird praktiziert.

Tim Kurzbach, OB-Kandidat und SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht von einem hervorragenden zivilgesellschaftlichen Engagement.

Ohne Sponsoren, betont Opitz, sei die Arbeit allerdings nicht zu stemmen. Bei den monatlichen Aktionstagen ist jedenfalls immer besonders viel los im Kids-Club, weil dann auch die Eltern dazukommen - Eltern von Kindern aus 56 Nationen. Diesmal waren auch viele Sponsoren und Förderer dabei. Die Kinder fanden das toll.

(tws)
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