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Solingen
Vier Millionen für Grundschule Klauberg

Solingen: Vier Millionen für Grundschule Klauberg
Der Altbau der Grundschule Klauberg soll einen Anbau bekommen. "Wir platzen ein bisschen aus allen Nähten", schildert Ingrid Brockmann von der Schulleitung die Situation an der Klauberger Straße. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Der Förderbescheid der Bezirksregierung sichert die Erweiterung durch einen Anbau und die energetische Sanierung. Von Benjamin Dresen

Die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Klauberg sind finanziell gesichert: Beim Besuch im Haus der Jugend am Montag (wir berichteten) zog Regierungspräsidentin Anne Lütkes unerwartet auch den Förderbescheid für die Nordstadt aus der Tasche. Damit erhält die Stadt 3,2 Millionen Euro Zuschuss aus der Städtebauförderung des Landes NRW für Baumaßnahmen an der Grundschule Klauberg. Mit dem städtischen Eigenanteil von 800.000 Euro stehen insgesamt rund vier Millionen Euro bereit.

"Dass es zu dem Zuschlag gekommen ist, ist sehr schön", freut sich Ingrid Brockmann von der Schulleitung, als sie von unserer Redaktion die gute Nachricht erhält. Denn die jetzt ermöglichten Baumaßnahmen sind dringend notwendig: "Wir platzen ein bisschen aus allen Nähten", schildert sie die Situation an der Klauberger Straße. "Sobald nur ein paar Kinder mehr kommen, müssten wir eine weitere Klasse aufmachen", so Brockmann.

407 Kinder besuchen derzeit in 17 Klassen die Grundschule, jede Stufe ist vier- oder fünfzügig. Mit den bereitstehenden Geldern kann nun Abhilfe geschaffen werden. Für 2,4 Millionen Euro soll der Altbau durch einen Anbau vergrößert werden, der auf 760 Quadratmetern vier Klassen- und Differenzierungsräume, zwei Betreuungsräume sowie Nebenräume und Verkehrsflächen bietet. Davon entstehen zwei Räume in einem zweigeschossigen Anbau und vier Räume auf einer zusätzlichen Etage, die den Abbruch des Dachgeschosses erfordert. Im Altbau entstehen dadurch auf jeder Etage Toiletten, bisher gab es dort gar keine.

1,6 Millionen Euro sind zudem für die energetische Sanierung der Schule und der Sporthalle vorgesehen. Im Mittelbau aus den 1960er Jahren ist eine grundlegende Sanierung der Außenwände nötig. Diese seien häufig so feucht, dass sich innen und außen Schimmel bilde, berichtet Ingrid Brockmann. Und auch der Altbau mit seinen über 100 Jahren hat Probleme mit Feuchtigkeit. Durch das gemeinsame Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern ist der Raumbedarf der Grundschule gestiegen, denn für die sonderpädagogische Förderung von Kindern mit Behinderung sind eigene Räume notwendig.

Zugleich besuchen mittlerweile 160 Kinder in sieben Gruppen den Offenen Ganztag, wofür ebenfalls Räume benötigt werden.

Bislang meistert die Schule die Situation durch Improvisation: Das Elternsprechzimmer dient als Förderraum für die sonderpädagogische Betreuung, der Zeichenraum ist seit Jahren Klassenraum, und der Mehrzweckraum ist in Klassenraum und Förderraum aufgeteilt.

Durch den Förderbescheid kann die Stadt nun auch die Überarbeitung der Außenanlagen genauer planen, deren Förderung bereits vorher zugesagt war. Laut Miriam Macdonald, stellvertretende Leiterin des Stadtdienstes Planung, könnte der Sportplatz in ein Multifunktionsspielfeld verwandelt und der Spielplatz mit Geräten "im Sinne des Inklusionsgedankens" aufgewertet werden.

Mit der gesicherten Förderung kann die Stadt all diese Pläne nun konkretisieren. Im zweiten Halbjahr 2016 soll klar sein, wann die Bauarbeiten beginnen, so Miriam Macdonald. Eventuell könnte es bereits Anfang 2017 klappen.

Quelle: RP
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