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Solingen
Waffeln essen für eine neue Heimat der Nasenbären

Vogel- und Tierpark Solingen unter dem Motto "Naschen für die Nasenbären"
Ivana Vitale, Willi Stamm und Noemie Stamm ließen sich die Waffeln schmecken. Tierpflegerin Janett Heinrich (r.) war mit dem Aktionstag zufrieden. FOTO: Köhlen
Solingen. So richtig wollten sich Nasi Goreng und Chopsuey gestern Mittag nicht zeigen. "Sie halten jetzt Mittagsschlaf", erklärte Janett Heinrich, leitende Tierpflegerin des Solinger Vogel- und Tierparks. Dabei standen die beiden Nasenbär-Damen doch im Mittelpunkt: Unter dem Motto "Naschen für die Nasenbären" hatte der Vogelpark zum großen Waffelessen für die neue Nasenbäranlage eingeladen. Von Maxine Herder

Auf 150 Quadratmetern sollen Nasi Goreng und Chopsuey schnellstmöglich ein neues Zuhause finden. "Das alte Gehege stammt aus den 1950er Jahren. Es ist zwar gesetzlich noch im Soll, entspricht aber keinen heutigen Normen mehr", sagte Janett Heinrich.

Die Arbeiten an der neuen Anlage sind bereits auf einem guten Weg: Die hölzerne Seitenwand steht schon, ebenso die vordere Wand mit den großen Fenstern, durch die die Besucher die Tiere beobachten können. Drei weitere Wände müssen nun noch gezogen, das Innenhaus als Rückzugsort für die Tiere saniert und außerdem umfangreiche Bodenarbeiten im Außenbereich vorgenommen werden.

"Die Nasenbären graben für ihr Leben gerne. Das wollen wir ihnen in gewissem Maße zugestehen, müssen jedoch in einer bestimmten Tiefe ein Gitter einziehen, damit sie sich nicht ausgraben können", sagte Janett Heinrich.

Sie hofft, dass die Arbeiten an der Nasenbäranlage, mit denen im Frühjahr begonnen wurde, noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. "Versprechen können wir das aber nicht, da wir viel in Eigenleistung und mit der Unterstützung vieler Ehrenamtlicher machen." Auch die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden. "Derzeit wissen wir noch nicht, was an Kosten auf uns zukommen wird. So oder so sind wir jedoch finanziell auf einem guten Weg, auch dank vieler Besucher, die uns mit Spenden unterstützen." Hilfe kommt auch von Ralf Albrecht und anderen Ehrenamtlern. Unter anderem aus 150 Eiern, 14 Kilo Mehl und 10 Kilo Zucker hatte er gestern 50 Liter Waffelteig zubereitet, mit dem die Besucher gegen eine Spende für die Nasenbäranlage mit süßen Waffeln versorgt wurden. Für den Merscheider fast ein Pflichttermin, denn Nasenbären sind seine "allerliebsten Tiere".

Als Fan der Kleinbären, die Janett Heinrich als "superlieb und neugierig" beschreibt, wird es ihn freuen, dass der Bestand der Nasenbären perspektivisch vergrößert werden soll. "Auf fünf Tiere würden wir gerne kommen", so Janett Heinrich. Grundsätzlich sei auch denkbar, Jungtiere zu haben.

Doch so oder so wird es im neuen Gehege nicht langweilig werden. Denn in die tierische Wohngemeinschaft im Vogel- und Tierpark ziehen auch die beiden Maras, auch Pampashasen genannt, des Vogelparks mit ein. "Beide Arten stammen aus Südamerika. Und dort gibt es tatsächlich auch Bereiche, in denen sie gemeinsam leben. Unsere Tiere haben sich bereits kennengelernt, das Zusammenleben wird funktionieren", zeigte sich die leitende Tierpflegerin überzeugt.

Quelle: RP
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