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Solingen
Volkstrauertag - Erinnerung und Mahnung

Solingen. Bei vielen Gedenkveranstaltungen im Solinger Stadtgebiet wurde am gestrigen Volkstrauertag der Toten der beiden Weltkriege gedacht. Die Bezirksvertretung Burg/Höhscheid hatte beispielsweise zu einem Gedenken in die Kapelle des evangelischen Friedhofs an der Regerstraße eingeladen. Von Sven Karasch

Bezirksbürgermeister Axel Birkenbeul erinnerte in seiner Rede an die Ursprünge des Volkstrauertages: die Gräueltaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges, die so viele Menschen das Leben gekostet haben. Wichtig war ihm, dass an diesem Tag aller Opfer von Gewalt, Krieg und Terror gedacht wird. "Jedes Opfer verdient unseren Respekt", erklärte er.

Der Bezirksbürgermeister machte am Beispiel der Terroranschläge von Paris vor genau einem Jahr oder des nach wie vor tobenden Krieges in Syrien darüber hinaus deutlich, welche Aktualität der Volkstrauertag heute leider immer noch hat. Aus diesem Grund solle der Gedenktag nicht nur Erinnerung an die Vergangenheit, sondern zugleich auch eine eindringliche Mahnung für die Zukunft sein, dass ein erfülltes Leben für jeden Einzelnen nur in Frieden und Freiheit möglich sei. "Wir brauchen solche Tage, an denen wir uns über Generationen hinweg über das Geschehene austauschen, unsere Trauer teilen und uns unserer Verantwortung für den Frieden besinnen", erinnerte Axel Birkenbeul.

Bei der Kranzniederlegung an den Gräbern der Opfer der verheerenden Luftangriffe auf die Stadt Solingen im November 1944 fand Axel Birkenbeul auch sehr persönliche Worte. Er hatte diese leidvolle Zeit selbst als zweijähriges Kind miterlebt und auch deswegen sagte er mit Blick auf die heutigen Bilder, die uns zum Beispiel vom Bürgerkrieg aus dem syrischen Aleppo erreichen: "Wir verneigen uns vor den Menschen, die dieses Leid erleben mussten - oder die es heute noch erleben müssen."

Quelle: RP
 
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