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Solingen
Vollsperrung in Unterburg dauert länger

Solingen: Vollsperrung in Unterburg dauert länger
Mit dem Großbohrer werden die Pfähle der neuen Ufermauer eingesetzt. Die alte Brücke soll am Montag abgerissen werden. FOTO: Kempner
Solingen. Wegen einer Verzögerung auf der Großbaustelle wird die Eschbachstraße erst am Montag geöffnet. Laut Stadt liegen die Arbeiten aber im Zeitplan. Von Martin Oberpriller

Ein wenig müssen sich die Bewohner von Unterburg noch gedulden. Nachdem es bei den Arbeiten für einen verbesserten Hochwasserschutz im Stadtteil in der zurückliegenden Woche zu einer Verzögerung gekommen ist, konnte die damit einhergehende Vollsperrung der Eschbachstraße - entgegen der eigentlichen Planungen - gestern noch nicht aufgehoben werden. Da an dem großen Bohrer, der zurzeit in Unterburg im Einsatz ist, unvorhergesehen ein Teil ausgetauscht werden musste, verschiebt sich die Wiedereröffnung nun bis Montag, 1. August.

"Dann wird die Eschbachstraße um 18 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben", sagte eine Sprecherin der Stadt am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion. Gleichzeitig hieß es aus dem Rathaus, an dem eigentlichen Zeitfenster auf der Großbaustelle werde sich nichts ändern. "Wir befinden uns im Plan. Die alte Mühlendammbrücke wird am Montag abgerissen", betonte die Sprecherin.

Das marode Bauwerk soll einer neuen Brücke Platz machen, deren Errichtung für September vorgesehen ist. Dabei ist dieser Neubau jedoch lediglich Teil einer in ihrer Gesamtheit weit umfassenderen Maßnahme, mit deren Hilfe das Thema Hochwasser in Burg ein für alle Mal zu den Akten gelegt werden soll. Ziel ist es nämlich, Unterburg dauerhaft vor dem Eschbach zu schützen, der in der Vergangenheit immer mal wieder über seine Ufer trat und den Stadtteil bisweilen vollständig überschwemmte.

Um dies in Zukunft zu verhindern, wurden bei der Sperrung der zurückliegenden zwei Wochen erste Bohrpfähle für die neue Ufermauer gesetzt. Und darüber hinaus verlegten die Bauarbeiter Leitungen an der Eschbachstraße, so dass der Verkehr ab Montagabend, 18 Uhr, nach dem Abriss der alten Brücke wieder fließen kann.

Gleichwohl bleibt Unterburg noch eine ganze Weile ein verkehrstechnisches Nadelöhr, weswegen die Stadt vor allem Autofahrer, die nicht im Stadtteil wohnen, gestern einmal mehr eindringlich bat, Unterburg - wann immer dies möglich ist - weiträumig zu umfahren. "Der Umgehungsverkehr sollte unbedingt ab Krahenhöhe der großräumig ausgeschilderten Umleitung folgen", hieß es aus dem Solinger Rathaus.

Der Grund: Auch nach Beendigung der aktuellen Vollsperrung wird es regelmäßig nötig sein, die Eschbachstraße kurzfristig für den Verkehr zu schließen - zum Beispiel, wenn Baumaterialien angeliefert werden. Ein Umstand, dem auch die Stadtwerke Solingen (SWS) Rechnung tragen. Um Verspätungen der O-Buslinie 683 zu vermeiden, setzen die Verkehrsbetriebe der SWS bis zum Ende der Sommerferien Dieselbusse auf der Strecke ein. Und zudem wurde jetzt entschieden, die Anfahrt zur Endhaltestelle "Burger Bahnhof" ebenfalls noch einmal bis mindestens Freitag, 5. August, auszusetzen.

Dabei sind es allerdings nicht allein die Buskunden, die von der Großbaustelle betroffen sind. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen sich mit (kleineren) Umwegen abfinden. So sperrte die Stadt die Eschbachstraße vorsorglich für Passanten. "An der Straße wurden nämlich Masten für die Stromversorgung aufgestellt, die zur Gefahr werden könnten", begründete die Rathaus-Sprecherin die Maßnahme. Fußgänger sollen fortan zwischen der Behelfsbrücke am nördlichen Ortsausgang sowie der Mitte von Unterburg den Mühlendamm nutzen. Anwohner kommen indes wie gewohnt zu ihren Häusern.

Quelle: RP
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