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Solingen
Vom Mathematiker zum Kaplan

Solingen: Vom Mathematiker zum Kaplan
Der neue Kaplan Horst Noeggerath in St. Suitbertus: Vor fünf Jahren wurde er zum Priester geweiht. Zuvor hatte der 54-Jährige zwei Jahrzehnte in seinem ersten Beruf als Mathematiker gearbeitet. FOTO: Martin Kemper
Solingen. Seit September ist Horst Noeggerath neuer Kaplan in den Seelsorgebereichen Solingen-Süd und Mitte-Nord. Freundlich wurde er in Solingen aufgenommen. "Ich fühle mich sehr wohl hier", sagt der 54-Jährige. Von Sandra Grünwald

Geboren wurde er in Attendorn im Sauerland. Nach dem Abitur studierte Horst Noeggerath zunächst einmal Mathematik. "Etwas ganz anderes", meint er. Dennoch hat er sich bereits früh für den Glauben interessiert. "Ich war schon immer recht aktiv in der Gemeinde und habe Gottesdienste besucht", erzählt der 54-Jährige. 20 Jahre hat er zunächst in seinem ersten Beruf gearbeitet. "Im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit als Mathematiker spürte ich, dass ich mehr in Richtung Kirche und Verkündigung machen wollte."

Doch zunächst hat er parallel zu seiner Tätigkeit in der Datenverarbeitung erst einmal als Mathematiker promoviert. Und dann hat er - ebenfalls parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit - in Münster mit einem Theologiestudium begonnen. "In Bonn habe ich dann mein Diplom gemacht", erzählt Horst Noeggerath.

Zunächst war er als Seminarist und auch als Diakon und Priesteranwärter in Wuppertal tätig. "Also auch schon im Bergischen Land."

Im Jahr 2011 wurde er dann zum Priester geweiht. "Von 2012 bis 2016 war ich in Köln-Porz tätig", erzählt er. Auf vier Jahre ist eine Kaplanstelle angelegt. Nach den vier Jahren in Köln-Porz stand also ein Wechsel an. "Es war eine reguläre Versetzung", sagt Noeggerath. Diese Versetzung führte ihn in die Klingenstadt, wo er die Nachfolge von Pfarrer Franz-Josef Pitzen antrat. Auch die zweite Kaplanstelle währt vier Jahre. Also bleibt Horst Noeggerath erst einmal in Solingen. "Dann werde ich sehen, was auf mich zukommt."

Ein wenig kannte er Solingen bereits durch seine Tätigkeit in der Nachbarstadt. "Vor allem den Norden, wie Gräfrath", erzählt er, "dort fanden schon mal Versammlungen statt." Aber auch St. Clemens hat er bereits einige Male besucht, als dort Diakonweihen stattfanden. "Der Süden war bisher Neuland für mich."

Natürlich ist der Seelsorgebereich Solingen-Süd und Mitte-Nord (MiNor) wesentlich größer als sein bisheriger in Köln-Porz. "Auch die Mentalität ist eine andere", erklärt der Kaplan. Doch mit der Bergischen Mentalität habe er keine Probleme, er kenne sie ja bereits aus seiner Zeit in Wuppertal. "Außerdem bin ich als Sauerländer eher nicht so eine rheinländische Natur", meint er lächelnd.

In Solingen wurde Horst Noeggerath sehr positiv aufgenommen. "Ich fühle mich sehr wohl hier", erklärt er mit Bestimmtheit, "und ich bin optimistisch, dass es auch so bleiben wird."

Quelle: RP
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