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Solingen
Von der City nach Gräfrath

Solingen. Seit Montag dieser Woche zieht bub-Druckguss um von der Schwertstraße zur Alten Ziegelei. Dort hat das Unternehmen doppelt so viel Platz wie am alten Standort. Von Uwe Vetter

Ralf Ahnert ist zuversichtlich: „Bis Mitte nächster Woche laufen alle Gießmaschinen am neuen Standort“, sagt der für Vertrieb/Marketing und Management-Systeme zuständige Geschäftsführer von bub-Druckguss. Der neue Standort ist die Alte Ziegelei 1a in Gräfrath, dort erwarb das Unternehmen von der Schwertstraße eine gebrauchte Immobilie, in der früher einmal Steingass und die Firma Zielonka ihren Geschäften nachgingen. „Wir haben in Gräfrath unsere Betriebsfläche mehr als verdoppelt“, sagt Ahnert mit Blick auf die nun zur Verfügung stehenden 2300 Quadratmeter Fläche.

Präzisions-Druckgussteile aus Aluminium und Zink fertigt bub-Druckguss. Zusammen mit Marco Steyer (kaufmännische Leitung) und Karl-Heinz Wenda (technische Leitung) hat Ralf Ahnert im September 2003 bub-Druckguss übernommen und den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Die frühere Geschäftsführung hatte sich damals aus Altersgründen rechtzeitig um eine Nachfolge-Regelung bemüht und sie in Ahnert, Steyer und Wenda gefunden. Vergangenes Jahr wurde das 80-jährige Firmenbestehen gefeiert.

Keine Lieferengpässe

Feiern ist derzeit indes nicht angesagt, vielmehr anpacken, damit der Umzug wie geplant über die Bühne geht. „Alle 25 Mitarbeiter helfen mit“, sagt Ahnert. Gestern und am Montag wurden bereits einige große Maschinen zur Alten Ziegelei gebracht, heute wird das Dach des Betriebsgebäudes an der Schwertstraße geöffnet, um weitere Maschinen über einen Kran herauszuholen. „Dann ist der Werkzeugbau dran“, erzählt Ahnert. Lieferengpässe wegen des Umzugs seien nicht zu befürchten, zumal vorgearbeitet worden und auch das Lager gut bestückt sei.

Dass die Jungunternehmer vergrößern mussten, das sei angesichts der guten Auftragslage klar gewesen. „Aus der Gründungsphase sind wir längst heraus. Dass wir jetzt schon etwas Neues umsetzen, damit haben wir vor fünf jahren nicht gerechnet“, erzählt Ralf Ahnert. Etwas Neues auf der grünen Wiese bauen, eine Firma übernehmen oder aber in eine gebrauchte Immobilie investieren – dies seien zuvor die Überlegungen gewesen. „Wir haben mit der Immobilie in Gräfrath das für uns Beste gefunden“, berichtet der bub-Geschäftsführer. Zudem sei dort neben einer Kapazitäts- auch noch eine Ausbaureserve vorhanden.

Bleibt der alte Standort Schwertstraße mit seinem Bürokomplex, dem Betrieb und einem angrenzenden Wohnhaus. „Den wollen wir veräußern oder vermieten“, sagt Ahnert. Konkrete Überlegungen hierzu sollen allerdings erst erfolgen, bis der Umzug nach Gräfrath komplett erledigt ist.

Quelle: RP
 
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