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Solingen
Voos engagiert sich in Asamoah-Stiftung

Solingen: Voos engagiert sich in Asamoah-Stiftung
Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung während der WM 2014 hatte Michael Voos ein Abendessen mit Gerald Asamoah ersteigert. Hier hat der Ex-Profi den Unternehmer für den Beirat seiner Stiftung angeworben. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Der Solinger Unternehmer ist Beiratsmitglied in der Stiftung des Ex-Fußballstars für herzkranke Kinder. Von Alexander Riedel

Wenn der Gast das Büro des Geschäftsführers betritt, fällt sein Blick sofort auf das eingerahmte Geschenk an der leuchtend weißen Wand: das Original-Schalke-Trikot von Gerald Asamoah mit der Rückennummer 14 und der handschriftlichen Widmung: "Micha, bleib wie Du bist." Der so herzlich Angesprochene ist Michael Voos, IT-Spezialist aus Solingen und von Kindesbeinen an Fan der Königsblauen - und nicht nur das: Seit diesem Jahr gehört der 50-Jährige dem Beirat der Gerald-Asamoah-Stiftung an.

Die hatte der 43-malige deutsche Fußball-Nationalspieler mit ghanaischen Wurzeln im Jahr 2007 gegründet, um Projekte zugunsten von herzkranken Kindern zu unterstützen. Das hatte neben der ausgeprägten sozialen Ader des langjährigen Schalker Publikumslieblings und heutigen Vereinsbotschafters bekanntlich auch mit seiner eigenen Biographie zu tun: Im Alter von 19 Jahren - damals stand der bullige Offensivspieler noch in Diensten von Hannover 96 - hatten Ärzte bei ihm einen Herzfehler festgestellt, der seine Karrierepläne ins Wanken brachte. Zwar bezifferte ein Spezialist das Restrisiko, während eines Spiels einen Herzstillstand zu erleiden, auf unter ein Prozent. Doch der Defibrillator wurde für "Asa" aus Sicherheitsgründen zum stetigen Begleiter am Spielfeldrand.

Die flächendeckende Versorgung von Sportstätten mit den lebensrettenden medizinischen Geräten ist das Ziel der jüngsten Kampagne der Stiftung. "Sie trägt den Namen: Team fürs Leben - wenn es um mehr geht als ein Spiel", erklärt Michael Voos. Zudem ermöglichte die Stiftung unter anderem einem Krankenhaus die Anschaffung eines speziellen Beatmungsgerätes für seine Frühchenstation, finanziert für Kinder aus Entwicklungsländern lebensrettende Operationen und setzt sich für Wiederbelebungskurse an Schulen ein. Regelmäßig trifft sich der elfköpfige Beirat der Stiftung, um Projekte abzustimmen. Einmal pro Woche sieht Michael Voos auch das Sportidol, mit dem er freundschaftlich verbunden ist. "Auch unsere Familien verstehen sich sehr gut", sagt der Unternehmer.

Begonnen hatte alles mit seinen regelmäßigen Besuchen bei Heimspielen in der Veltins-Arena. "Dabei haben wir uns kennengelernt", erzählt Voos. Später, bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung während der WM 2014, ersteigerte er ein Abendessen mit dem Fußballstar - und der warb ihn prompt für den Beirat der Stiftung an.

In diese Arbeit bringt der gelernte Fernmeldehandwerker auch seine EDV-Kenntnisse ein. Sein in den 90er Jahren gegründeter Betrieb, mit dem er vor zwei Jahren zur Merscheider Straße 94a gezogen war, berät unter anderem 1400 kleine und mittelständische Unternehmen und stattet sie passgenau mit Kommunikationssystemen aus. Das Thema der Stiftung beschäftigt den 50-Jährigen, der sich auch für den Solinger Sport engagierte - viele Jahre war er Gesellschafter des Bergischen HC - schon seit langem: "Es war mir immer wichtig, Kindern eine Perspektive zu geben". www.gerald-asamoah-stiftung.de

Quelle: RP
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