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Solingen
Vorführungen und Kulinarisches in der Nordstadt

Solingen. Auf dem Rathausplatz stellten verschiedene Einrichtungen ihre Arbeit vor. Flohmarkt auf der Augustastraße.

Auf dem Rathausplatz tummelten sich die Menschen. Hier feierte das Nordstadtfest sein 10-jähriges Jubiläum und sorgte auf der Bühne und an den Ständen für Kurzweil. Kulinarische Köstlichkeiten aus unterschiedlichen Ländern, die die Kulturvereine zubereitet hatten, verbreiteten verlockende Düfte, während viele Einrichtungen über ihre Arbeit informierten.

Die Taschengeldbörse stellte sich vor, am Gemeinschaftsstand der Wohlfahrtsverbände gab es Waffeln und Kaffee, das Blaue Kreuz verteilte Infoflyer. Die Verbraucherzentrale klärte die Besucher vor allem über zwei Themen auf: die Abzocke rund um Smartphones und die Rechte und Pflichten, die ein Verbraucher kennen sollte. "Wir haben dazu ein Verbraucherquiz vorbereitet mit Fragen, von denen jeder denkt, er könne sie richtig beantworten", verrät Johanne Voß von der Verbraucherzentrale Solingen. Zum Beispiel wurde gefragt, ob es ein generelles 14-tägiges Rücktrittsrecht bei Verträgen gibt oder ob die Rückgabe bei reduzierten Produkten möglich ist. "Das Rücktrittsrecht ist reine Kulanz", erklärt Johanne Voß, "und reduzierte Ware kann zurückgegeben werden, wenn sie einen Mangel hat, der nichts mit der Preisreduzierung zu tun hat."

Zum ersten Mal beim Nordstadtfest dabei war die Produktions-Schule Gabe gGmbH und stellte ihr Kunsthandwerk vor. "Ich empfinde es als wichtig, in Solingen bekannt und publik zu sein", betonte Sozialarbeiter Sascha Peirick, der gemeinsam mit einem Metalltechnik-Meister die zwölf jugendlichen Teilnehmer betreut. "Es geht darum, gemeinsam zu leben, gemeinsam zu arbeiten und den Tag zu gestalten", erklärt Peirick. Das Programm richtet sich an junge Arbeitslose. Ziel ist es "durch handlungsorientiertes Lernen wieder ins Praktische hineinzukommen." Dabei soll etwas Sinnvolles hergestellt werden. "Etwas, das gekauft wird und anerkannt", sagt Sascha Peirick. Denn das vermittelt den Teilnehmern das Gefühl der Wertschätzung.

Ebenfalls zum ersten Mal dabei war der Stand von BIWAQ, wo die Besucher wählen konnten, welches der drei Händler-der-Nordstadt-Logos sie am schönsten fanden. "Wir wollen etwas finden, was alle vereint", erklärte Katja Keggenhoff von der Hochschule Niederrhein, die auch etwas gegen die Leerstände tun möchte. "Ein Wir-Gefühl soll entstehen."

Derweil flanierten die Besucher an der Konrad-Adenauer-Straße entlang, ließen sich mit den Stelzenmännern fotografieren und stöberten an den Ständen des Anwohnerflohmarktes auf der Augustastraße nach Schnäppchen. "Wir hatten dieses Jahr rund 50 Anmeldungen", freut sich Jörg Becker über den Erfolg. Um Schmuck und Kleidung, CDs, Kindersachen, Sättel und Motorroller wurden in entspannter Atmosphäre eifrig gefeilscht und gehandelt.

(sue)
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